



Spanien
ist eine parlamentarische Erbmonarchie und der Bourbone
Juan Carlos I. (*
5.1.1938 in Rom) ist seit dem 22.11.1975 König von Spanien.
Er ist der älteste Sohn von Juan de Borbón y Battenberg und somit Enkel
von König Alfons XIII. von Spanien (1902-1931). Juan Carlos spielte als Integrationsfigur
eine wichtige Rolle während der Übergangszeit aus
der franquistischen Diktatur in die Demokratie nach dem Tode Francisco
Francos.
1982 erhielt er den Karlspreis für seine Verdienste um Einheit und
Menschenwürde. Der
Marcha Real ist
die Nationalhymne Spaniens - sie wird seit dem Ende des 18. Jahrhunderts
benutzt und ist eine der wenigen Nationalhymnen ohne (offiziellen) Text. Die
Website des Königshauses ist
www.casareal.es.
Seit dem 14.5.1962 (in Athen) ist Juan Carlos mit Sofía de Grecia (Sophia von Griechenland - * 2.11.1938 in Athen) verheiratet. Sie ist die Tochter des ehemaligen griechischen Königs Paul I. (1947-1964) - ihr Bruder war als Konstantin II. von 1964 bis1974 griechischer König. Königin Sofia spricht fließend Deutsch. Neben ihren offiziellen Pflichten widmet sie sich sozialen Angelegenheiten. Sie ist unter anderem Präsidentin der nach ihr benannten Stiftung Fundación Reina Sofia. Nach ihr ist das Museo Reina Sofía, das Nationalmuseum für Moderne Kunst in Madrid, benannt.
Kronprinz Felipe (* 30.1.1968 in Madrid), der Principe de Asturias, ist der Erbe der spanischen Krone. An seinem 18. Geburtstag, dem 30. Januar 1986, wurde der Kronprinz in einem feierlichen Staatsakt vor dem Parlament auf die spanische Verfassung vereidigt. Er ist seit 2004 mit der ehemaligen Journalistin Letizia Ortiz (* 15.9.1972 in Oviedo) verheiratet.

Mariano
Rajoy (* 27.3.1955 in Santiago de Compostela) ist seit dem
21.12.2011 spanischer Ministerpräsident (Presidente del Gobierno).
Er gehört der konservativen Partei
Partido Popular (PP) an, deren Vorsitzender er seit 2004 ist.
Seitdem war er auch Oppositionsführer im Spanischen Parlament. Bei
den Wahlen im Jahre 2008 gewann seine Partei zwar Stimmen dazu, war
aber erneut nur zweitstärkste Kraft. Aus den von 2012 auf 2011
vorgezogenen Wahlen ging der PP dann als Sieger hervor. Der Jurist
ist seit 1989 im Parlament und hatte unter Ministerpräsident José
Maria Aznar drei Ministerämter.
Die Professorin für Verwaltungsrecht und frühere Staatsanwältin in Leon Soraya Sáenz de Santamaría (* 10.6.1971 in Valladolid) ist Vizepräsidentin, Ministerin und Regierungssprecherin - auch sie gehört dem Partido Popular an. Sie ist seit 2004 im Parlament und war von 2008 bis 2011 Sprecherin der Fraktion des PP.
Nachdem wir nun schon etwas über die Gegenwart Spaniens kennen, schauen wir zurück auf die lange Geschichte dieses Landes:
Wenn
Sie auf dem Camino Francés unterwegs sind, kommen Sie eine Tagestour vor
Burgos in das Dorf
Atapuerca. Im jahre
1994 hat man hier in Karsthöhlen Knochen entdeckt, deren Alter bis zu
800.000 Jahre beträgt und dem
Homo antecessor
zugeordnet wurden, einem Vorgänger des Neandertalers. Seit 2000 ist diese
archäologische Stätte auf der Liste des
UNESCO-Weltkulturerbes.
Etwas außerhalb des Dorfes gibt es ein Besucherzentrum der
Fundacíon Atapuerca.
Andere Pilger werden auf dem Camino del Norte unterwegs sein und eine Tagestour hinter Santander in die kleine Stadt Santillana del Mar kommen. In der Nähe liegt die berühmte Höhle von Altamira mit ihren faszinierenden steinzeitlichen Malereien. Die Höhle wurde von 16.000 bis 11.000 v.Chr. genutzt und 1868 durch Zufall wieder entdeckt. Die Malereien wirkten so modern, dass man mehr als 20 Jahre lang die Echtheit anzweifelte. Seit 1979 ist die Höhle nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. 1998 wurde der Eingangsbereich originalgetreu nachgebildet - diese Kopie liegt 500 m von der historischen Höhle entfernt und kann dort im Museo de Altamira besichtigt. werden. Auch Altamira ist auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Im Deutschen Museum in München sind einige originalgetreue Kopien der Malereien zu besichtigen.
Eiszeit - Kupferzeit - Bronzezeit - Eisenzeit
Tartessos, Keltiberer und Griechen (Massilia) - Phönizier und Punier (Karthager)
p - Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.asd
Hispania
Sprache, Kultur, Recht, Straßen, Brücken, Landwirtschaft - Religion
| Der Spanier Trajan war der erste römische Kaiser (98-117), der aus einer Provinz stammte. Auch sein Nachfolger, Kaiser Hadrian (117-138) stammte aus Italica in Andalusien. Wenig bekannt ist, dass auch der berühmte Philisoph und Gelehrte Seneca (1-65) in Cordoba geboren wurde. |
Byzantiner
Das einst so mächtige Imperium Romanum zerfällt und die Völkerwanderung wird auch auf der Iberischen Halbinsel ankommen. Die von den Hunnen ab 375 aus Ihren Stammgebieten in Nordeuropa verdrängten Vandalen, Alanen und Sueben zogen nach Süden und erreichten ab 409 auch die Iberische Halbinsel, wo sie sich zunächst niederließen bevor sie dann weiter nach Nordafrika zogen ins Gebiet von Karthago.
Deutlich dauerhafter war das Reich der Westgoten, die sich nach einer langen Wanderung durch Südosteuropa, Italien und Hispanien schliesslich unter ihrem König Theoderich I. ab 418 in Südgallien niederließen und dort das Tolosanische Reich (Tolosa = Toulouse) gründeten. Zeitweise waren sie mit dem immer schwächer werdendem Weströmischen Reich verbündet.
451 - Schlacht auf den katalaunischen Feldern bei Troyes
In der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts drangen die Westgoten unter Theoderich II. im Norden bis an die Loire vor und im Süden besetzten sie große Teile der Iberischen Halbinsel - sie waren gegen Ende des 5. Jahrhunderts nach Fläche und Einwohner der bedeutendste der Nachfolgestaaten des weströmischen Reiches. Gegen die vordringenden Franken unter dem Merowinger Chlodwig verloren im Jahre 507 die Westgoten die entscheidende Schlacht von Vouillé.
Von da an verlagerte sich der Schwerpunkt des Westgotenreiches nach Hispanien mit der Hauptstadt Toledo. Sie hatten einige Probleme, sich gegen ihr Brudervolk, die Ostgoten zu behaupten und mussten sich auch gegen das Oströmische Reich zur Wehr setzen, die nach der Zerstörung des nordafrikanischen Vandalenreiches auch Hispanien angriffen und einige Gebiete an der Mittelmeerküste (Levante) besetzten. Unter König Leovigild (568-586) erlebte das Westgotenreich seinen größten Aufschwung - er unterwarf die im Nordosten ansässigen Sueben, integrierte die Kantabrer und bekämpfte die Basken, drängte die Oströmer zurück und wehrte einen Angriff der Franken auf Septimanien ab. Leovigilds Sohn Rekkared (586-601) konnte den Krieg gegen die Franken siegreich beenden und er löste die religiöse Zwietracht zwischen Arianern (Allein der Vater ist Gott) und Trinitariern (Katholiken) als er 589 zum Katholizismus übertrat. Gegen die Basken konnte auch er keinen entscheidenden Sieg erzielen. Das gesamte 7. Jahrhundert und der Beginn des 8. Jahrhunderts war geprägt durch Machtkämpfe des Königtums mit rebellischen Adelsgruppen. Das Land wurde zwischen 690 und 705 durch schwere Epidemien und Hungersnöten geschwächt.
| Mozaraber | Mudéjares |
| Mozaraber waren Christen, die im Mittelalter unter muslimischer Herrschaft im heutigen Portugal und Spanien (Al-Andalus) lebten und sich in der äußeren Lebensform den Strukturen der arabischen Gesellschaft anpassten. Insbesondere die mozarabische Architektur hat viele Spuren in präromanischen Bauten hinterlassen. | Mudéjares waren Muslime, die im Verlauf der Reconquista unter die Herrschaft der christlichen Königreiche in Spanien geraten waren, doch ihre Religion weiter ausüben konnten und sich an ihre christliche Umgebung anpassten. Der Mudejarstil hatte eit dem 14. Jahrhundert großen Einfluß auf die spanische Baunkunst. |
722 - In den Picos de Europa begann 722 die Reconquista mit der Schlacht von Covadonga als der westgotische Edelmann Pelayo mit seinen Leuten den Mauren eine erste empfindliche Niederlage beibrachte.
732 - Schlacht von Tours und Poitiers...
p - Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet. Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.asd
750 - 929 - Emirat von Cordoba
929 - 1031 - Kalifat von Cordoba
Almoraviden und Almohaden
Reconquista - 1. Phase bis 1085 - 2. Phasse 1086-1212 - Letzte Phase 1213-1492
Navarra...
856 - Leon wird zurückerobert
884 - Burgos wird als wichtige Festung gegen die Mauren gegründet
930 - Burgos wird Hauptstadt der Grafschaft Kastilien
1035 - entsteht das Königreich Aragon
Asturien, Leon, Kastilien...Andalusien, Extremadura, Granada -
1085 - Toledo wird zurückerobert und ist dann Hauptstadt des Königreichs Kastilien
1118 - Zaragoza wird zurückerobert
1143 - Portugal
wird selbständiges Königreich...
1230 - Burgos wird die Hauptstadt des Königreichs Kastilien...
1236 - Cordoba wird zurückerobert
1238 - Valencia wird zurückerobert
1248 - Sevilla wird zurückerobert
1344 - Algeciras wird zurückerobert
1383 - starb das Haus Burgund in Portugal aus. Ein nichtehelicher Abkömmling, Johann von Avis rief sich zum König aus, konnte kastilische Ansprüche auf den portugiesischen Thron in der Schlacht von Aljubarrota (1385) abwehren und gründete die zweite portugiesische Dynastie, das Haus Avis.
1162/64 - Aufstieg der Krone Aragon: Alfons II. wird der
Herrscher von Katalonien und Aragon
Petronellas und Raimund Berengars Sohn Alfons II. übernahm 1162 als Graf Alfons I. die Herrschaft in Katalonien und nach der Abdankung seiner Mutter 1164 die Königskrone von Aragon, die seitdem mit Katalonien vereint blieb. Die so entstandene Staatsgemeinschaft, die neben dem eigentlichen Aragon auch Katalonien umfasste und sich später auf einen großen Teil des Mittelmeerraumes ausdehnte, ist als Krone Aragon bekannt. Innerhalb dieser Staatsgemeinschaft behielten die einzelnen Teilgebiete – das Königreich Aragon im engeren Sinne, das sogenannte Prinzipat Katalonien sowie später auch das Königreich Valencia und weitere Gebiete ihre innere Selbständigkeit, lediglich auf außenpolitischem Gebiet waren sie unter einem gemeinsamen Monarchen vereint. Unter anderem wurden Montpellier, Carcassonne und andere Pyrenäengebiete sowie Valencia und die Balearen erobert.
Expansion Aragons auf die Balearen, Sardinien, Sizilien und Süditalien
Kastilien und Aragon = Espana
| Inquisition |
| Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua. At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita gubergren, no sea takimata sanctus est |
Die Hochzeit dieser beiden bildete die Grundlage für die Vereinigung von Aragon und Kastilien und damit den Grundstein für das Entstehen des heutigen Spaniens. Der in Spanien geborene Papst Alexander VI. verlieh dem königlichen Ehepaar 1496 den Titel katholische Könige. Zu den Erfolgen Ferdinands und Isabellas gehören vor allem die Vollendung der Reconquista durch die Rückeroberung der letzten islamischen Bastion, des Emirats von Granada, im Jahr 1492 sowie die Eroberung der überseeischen Gebiete im Zeichen des Kreuzes. Besonders bekannt wurde das Paar durch die Vertreibung der Juden im Jahre 1492 und die Zwangskonversion der in Spanien verbliebenen Mauren nach der Übergabe derAlhambra von Granada.
1487 - Malaga wird zurückerobert
1492 - Granada wird von den Nasriden zurückerobert und damit ist die Reconquista abgeschlossen.
1492 - Mit dem Alhambra-Edikt wurden die Juden zum Verlassen des Landes aufgefordert, sofern sie nicht zum christlichen Glauben konvertieren
1492 - Antonio de Nebrija veröffentlicht die erste gedruckte Grammatik der kastilischen Sprache und fordert die Verbreitung der Kastilischen = Spanischen Sprache.
1492 - Entdeckung der Neuen Welt durch Christoph Kolumbus span.: Cristóbal Colón)
Conquista - Kolonialpolitik
Vizekönigreich Neu-Spanien - Viezkönigreich Neu-Kastilien (Peru)
Vizekönigreich Neugranada - Vizekönigreich Rio de la Plata
Portugiesisches Vizekönigreich Brasilien
1494 - Vertrag von Tordesillas
1516/19 - Karl V. wird spanischer König und dann zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gewählt
1517 - Martin Luther veröffentlicht seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel - das ist der Beginn der Reformation
| Siglo de Oro - 1550-1680 |
| Das Siglo de Oro ist das Goldene Zeitalter Spaniens, das eine Epoche besonderen Wohlstands und politischer Macht in Europa repräsentiert und zu einer hohen Blüte der Kunst und Kultur führte. Das Siglo de Oro stellte in Spanien den Übergang von der Renaissance zum Barock dar. |
1561 - König Pilipp II. verlegt den königlichen Hof von Valladolid nach Madrid, das faktisch seitdem die spanische Hauptstadt ist
1580 - In Portugal stirbt das Königshaus Avis aus, das Land fällt an die spanischen Habsburger und wird zur spanischen Provinz
1618 - 1648 - Dreißigjähriger Krieg - Pyrenäenfriede
1640 - Unter dem Herzog von Bragança (später König Joao IV.) gewinnt Portugal die Unabhängigkeit zurück
1700 - Ende der spanischen Habsburger
1701 - Spanischer Erbfolgekrieg
1704 - Gibraltar steht seit 1704 unter der Souveränität des Vereinigten Königreichs und wurde 1713 von Spanien offiziell im Frieden von Utrecht abgetreten.
1789 - Französische Revolution
1812 - Verfassung
1823 - Französische Invasion
| Unabhängigkeit der amerikanischen Kolonien | |
| 1810 | Ecuador, Bolivien |
| 1810 | Kolumbien |
| 1811 | Venezuela, Uruguay, Paraguay |
| 1816 | Argentinien |
| 1818 | Chile |
| 1821 | Mexico |
| 1823 | Mittelamerika |
| 1824 | Peru |
1833 - Die heutigen spanischen Provinzen werden durch die Verwaltungsreform von Javier de Burgos geschaffen. Dabei wurden die größeren historischen Territorialeinheiten aufgelöst und das spanische Territorium nach dem Vorbild der französischen Départements in ungefähr gleich große Provinzen aufgeteilt, die jeweils nach ihrer Hauptstadt benannt wurden und in sog. historische Regionen zusammengefasst. Lediglich die baskischen Provinzen Vizcaya, Guipúzcoa und Álava sowie Navarra behielten ihre traditionelle Steuerautonomie und ihre alten Namen. Die Einteilung in Provinzen und Regionen blieb bis zur Verabschiedung der neuen spanischen Verfassung von 1978 die Grundlage der territorialen Gliederung Spaniens.
1833 - 1876 - Carlistenkrieg
1869 - Die Peseta wird als Währung eingeführt
Anarchismus
1898 - Verlust der letzten bedeutenden Kolonien (Cuba) an die USA
Hispanidad: Unter dem Begriff der Hispanidad versteht man zunächst die Gesamtheit der spanischsprachigen Welt, aber auch eine in Spanien und Iberoamerika anzutreffende Weltanschauung, wonach die spanischsprachige Welt eine Einheit bilde. Im Sinne der geografisch-kulturellen Bezeichnung wird der Tag der Entdeckung Amerikas (12. Oktober) bis heute als Día de la Hispanidad (Nationalfeiertag) gefeiert. Diese Weltanschauung betonte den Umstand, dass bis heute die Gemeinschaft der spanischsprachigen Länder weitaus enger ist und die kulturellen Gemeinsamkeiten weit ausgeprägter sind als etwa zwischen den Ländern des früheren französischen oder englischen Kolonialreichs.
1902-1931 - Alfons XII. wurde 1886 in Madrid als Sohn des bereits 1885 verstorbenen Alfons XII. und dessen zweiter Frau Maria Christina von Österreich geboren und war damit vom Moment seiner Geburt an König - bis 1902 führte jedoch seine Mutter als Regentin die Amtsgeschäfte.
| Opus Dei |
|
|
1931 - Bei den Kommunalwahlen (erste Wahlen nach 1923) gibt es in den großen Städten einen klaren Sieg der Republikaner. Zwei Tage später wurde in Madrid die Republik ausgerufen und König Alfons XIII. erkannte im Wahlresultat ein Votum gegen die Monarchie und ging – ohne formell auf seinen Thronanspruch zu verzichten – ins Exil, zunächst nach Paris, später nach Rom.
1931 - 1936 - Die Zweite Spanische Republik war durch scharfe politische und ökonomische Konflikte gekennzeichnet
1932 - Im Nachbarland Portugal errichtet Salazar seinen Estado Novo, eine autoritäre Diktatur
1933 - General Riveras Kinder José Antonio und Pilar gründen die spanische faschistische Bewegung Falange -> Movimiento Nacional
|
1939 - 1977 - Franquismus - Francisco Franco
1939 - 1945 - Während des Zweiten Weltkrieges hat Franco eine neutrale Position gegenüber den Kriegsparteien bezogen, obwohl er zweifelsohne Sympathien für die Achsenmächte hatte. Franco-Spanien war seit 1939 Mitglied im Antikominternpakt. Eine militärische Besetzung Gibraltars, die Hitler von Franco 1940 bei einem Treffen im französischen Ort Hendaye verlangte und die zum Eintritt Spaniens in den Zweiten Weltkrieg geführt hätte, lehnte Franco kategorisch ab. Das Treffen endete mit beiderseitiger Verstimmung und persönlicher Antipathie.
1941 - Kurz vor seinem Tod, verzichtet der seit 1931 im Exil lebende König Alfons XIII. zugunsten seines Sohnes Juan de Borbón y Battenberg, dem Vater des jetzigen Königs Juan Carlos, auf seinen Thronanspruch
1946 - Francisco Franco führt die Monarchie wieder ein, ohne einen König zu benennen und bleibt bis zu seinem Tod Regent des Königreiches
1953 - Spanien wird in die UNESCO aufgenommen
1959 - Plan de Estabilización
1959 - Spanien tritt dem IWF und der Weltbank bei
1953
-
Stützpunktabkommen mit den USA (Tratado
de Amistad y Cooperación)
1955 - Aufnahme in die Vereinten Nationen
1961 - Franco soll erwogen haben, Otto von Habsburg nach seinem Tode als König einzusetzen - der lehnte aber ab!
1969 - Franco bestimmt, dass Juan Carlos de Borbón, der Enkel Alfons’ XIII., nach seinem Tod der Regierung als König vorsitzen solle. Die Abgeordneten des Parlaments (Cortes Generales) billigen mit großer Mehrheit diese Entscheidung und gewähren Juan Carlos den Titel „Prinz von Spanien“
1970 - Salazar stirbt in Lissabon - er war von von 1932 bis 1968 Ministerpräsident der autoritären Diktatur des Estado Novo in Portugal
1973 - Luis Carrero Blanco - Torcuato Fernández-Miranda
1973 - 1976 - Carlos Arias Navarro ist der letzte Ministerspräsident des franquistischen Spanien
1974 - Am 25. April wird in Portugal durch die sog. Nelkenrevolution die Diktatur des autoritären Estado Novo beendet
1975 - Am 20. November stirbt Francisco Franco
1976 - 1982 - Transicíon zur Parlamentarischen Monarchie
1976 - Mininsterpräsident Carlos Arias Navarro wird von König Juan Carlos abgesetzt und der erst 43 Jahre alte Adolfo Suarez mit der Bildung einer Übergangsregierung beauftragt. Das demokratische Zentrum und die Linke lehnten ihn wegen seiner 18-jährigen franquistischen Vergangenheit ab. Trotzdem war er den meisten Spaniern relativ unbekannt. Lediglich seine Verbindung als Mitglied der Katholischen Aktion zum einflussreichen Opus Dei und seine Verwaltungserfahrung wurden bekannt. Er bewies viel Geschick und es gelang ihm, eine Gruppe von Politikern seiner Generation zusammenzuschweißen, die ihre demokratischen Überzeugungen auf verschiedenen Wegen kundgetan hatten. Gemeinsam mit anderen „konvertierten“ Falangisten entwurzelte er das franquistische Regime. Sein Projekt politischer Reformen, die mit der Zulassung der politischen Parteien einschließlich der Kommunistischen Partei (PCE) und der Gewerkschaften vorangetrieben und von einem Referendum im Dezember 1976 (Ley para la Reforma Política) bestätigt wurde, brachte ihm den Respekt der demokratischen Opposition ein.
1977 - Spanien wählt zu ersten Mal seit 1936 in freien allgemeinen Wahlen ein Parlament
1977 - 1981 - Adolfo Suárez (UPE) ist der erste demokratisch gewählte Ministerpräsident Spaniens
1978 - Die Verfassung des Königreichs Spanien wird in einem Referendum ratifiziert und tritt am 29.12.1978 in Kraft
1981 - Der Putschversuch des Oberstleutnants der Guardia Civil Antonio Tejero scheitert am entschlossenen Auftreten des Königs Juan Carlos, der als Oberbefehlshaber der spanischen Streitkräfte in einer in Uniform gehaltenen Fernsehansprache die Armeeangehörigen in die Kasernen zurück befahl und sich eindeutig für den Demokratisierungsprozess und die spanische Verfassung aussprach. Sein persönliches Eingreifen entzog dem Putsch nicht nur den Boden, sondern festigte in der Folge auch entscheidend die junge spanische Demokratie sowie die Rolle von König Juan Carlos in der Öffentlichkeit.
1981-1982 - Leopoldo Calvo Sotelo (UCD) ist Ministerpräsident
1982 - Spanien tritt der NATO
(OTAN) bei
1982 - König Juan Carlos erhält den Karlspreis für seine Verdienste um Einheit und Menschenwürde
1982-1996 - Felipe González (PSOE) ist Ministerpräsident. Er trat bereits 1962 der seit 1939 verbotenen Partido Socialista Obrero Español (PSOE) unter einem Tarnnamen bei und wurde 1974 Generalsekretär der PSOE, die 1977 wieder zugelassen wurde. Seit den Wahlen im Jahre 1977 war er dann Oppositionsführer. Es ist sein Verdienst, dass sich die ehemals marxistische PSOE in eine moderne sozialistische Partei gewandelt hat und dadurch alle Gesellschaftsschichten ansprach.
Bei
den Wahlen im Jahre 1982 erhielt die PSOE 48,3% der
Wählerstimmen und 202 von 343 Parlamentssitzen und Felipe Gonzalez wurde
spanischer Ministerpräsident. Die neue Regierung weckte große Hoffnungen bei
der Bevölkerung auf einen politischen Wandel. Unter seiner Regierung wurde
die Schulpflicht eingeführt, die Universitätsausbildung gefördert, eine
Reform der Sozialversicherung in die Wege geleitet und zahlreiche
Staatsunternehmen privatisiert. Bei den Wahlen von 1986
errang die PSOE 44,1% der Wählerstimmen. Im gleichen Jahr unterstützte
Felipe Gonzalez bei einem Referendum den Verbleib Spaniens in der
NATO, was im Gegensatz zu den früheren Positionen seiner Partei war
und ihm heftige Kritik vom linken Flügel einbrachte.
1986
- Spanien wird Mitglied der EU - auch der Nachbar Portugal tritt
der EU bei. Die beiden Staaten hatten teils schon seit langem eine
Annäherung an die Europäischen Gemeinschaften gesucht, waren jedoch wegen
ihrer autoritären Regierungen nicht zugelassen worden. Erst nach
erfolgreichen Demokratisierungsprozessen konnten sie beitreten.
Nach dem Fall der Mauer 1989 war González einer der wenigen europäischen Regierungschefs, die vorbehaltlos die Deutsche Wiedervereinigung begrüßten.
Bei den Wahlen von 1989 erreichte die PSOE mit 39,6% der Stimmen nochmals die Mehrheit. Bei de Wahlen von 1993 gewann sie 38,8% der Stimmen, war aber bei der Regierungsbildung auf die Unterstützung von regionalen Parteinen angewiesen. Er erhät 1993 den Karlspreis als Streiter für Freiheit und Demokratie, Die schlechte Wirtschaftslage mit hoher Arbeitslosigkeit und Skandalen bei der Bekämpfung der baskischen ETA führen schließlich zur Niederlage der PSOE in Wahlen von 1996.
1992 - Der 500. Jahrestag der Entdeckung der Neuen Welt wird in vielen Veranstaltungen gefeiert. Vor allem durch die Expo in Sevilla und die Olympischen Sommerspiele in Barcelona gewinnt Spanien an internationalem Ansehen.
1995-1999 - Javier Solana (PSOE) ist Generalsekretär der NATO
1996-2004 - José María Aznar (PP) ist Ministerpräsident
1999-2009 - Javier Solana (PSOE) ist Generalsekretär des Rates der EU und Hoher Vertreter für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (EU-Außenminister)
2002 - Spanien übernimmt den Euro als Währung.
Bereits seit 1999 war der EURO Buchwährung und damit hatte die Peseta einen
festen Wechselkurs.
2004-2011 - José Luis Rodríguez Zapatero (PSOE) ist Ministerpräsident
2004 - Joaquín Almunia (PSOE) wird Mitglied der Europäischen Kommission - er ist Kommissar für Wirtschaft und Währung und seit 2009 Kommissar für Wettbewerb
2008 - Wirtschaftskrise...
2011 - Der Galicier Mariano Rajoy (PP) wird Ministerpräsident
2014 - König Juan Carlos I. dankt ab - sein Nachfolger wird der Kronprinz Felipe, der König Felipe VI. sein wird.
Der niederländische Schriftsteller
Cees Nooteboom veröffentlicht im Jahre 1992 sein Buch "Der
Umweg nach Santiago" - Originaltitel: "De Omweg naar Santiago". Es ist
kein Pilgerbuch sondern der Autor beschreibt darin seine Reise von Barcelona
nach Santiago auf vielen Umwegen. Er nimmt den Leser mit auf eine Reise
durch Geschichte, Kultur und Literatur Spaniens und man spürt wie er dieses
Land liebt mit seinen alten Städten, den weiten Landschaften und den
Menschen. All dies geschieht in Nootebooms einzigartigem differenziertem
Sprachstil - es ist viel mehr als eine Reisebeschreibung, es ist große
Literatur. Wenn man dieses Buch gelesen hat, wird man angefangen haben
Spanien zu verstehen und zu lieben. Gleichzeitig wird man Autor intensiv
kennengelernt haben und verstehen, dass er als einer der wichtigsten
europäischen Schriftsteller der Gegenwart gilt. Cees Nooteboom hat außer
vielen anderen Reisebüchern auch Romane, Novellen und Gedichte geschrieben
und zahlreiche Preise für sein Werk erhalten.