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Eine kurze Geschichte Spaniens

Busto de Juan Carlos I de España (2009).jpgSpain.QueenSofia.01.jpgFlag of Spain.svgFelipe, Prince of Asturias.jpg Spanien ist eine parlamentarische Erbmonarchie und der Bourbone  Juan Carlos I. (* 5.1.1938 in Rom) ist seit dem 22.11.1975 König von Spanien.

Er ist der älteste Sohn von Juan de Borbón y Battenberg und somit Enkel von König Alfons XIII. von Spanien (1902-1931). Juan Carlos spielte als Integrationsfigur eine wichtige Rolle während der Übergangszeit aus der franquistischen Diktatur in die Demokratie nach dem Tode Francisco Francos. Wappen Spaniens 1982 erhielt er den Karlspreis für seine Verdienste um Einheit und Menschenwürde. Der Marcha Real ist die Nationalhymne Spaniens - sie wird seit dem Ende des 18. Jahrhunderts benutzt und ist eine der wenigen Nationalhymnen ohne (offiziellen) Text. Die Website des Königshauses ist www.casareal.es.

Seit dem 14.5.1962 (in Athen) ist Juan Carlos mit Sofía de Grecia (Sophia von Griechenland - * 2.11.1938 in Athen) verheiratet. Sie ist die Tochter des ehemaligen griechischen Königs Paul I. (1947-1964) - ihr Bruder war als Konstantin II. von 1964 bis1974 griechischer König. Königin Sofia spricht fließend Deutsch. Neben ihren offiziellen Pflichten widmet sie sich sozialen Angelegenheiten. Sie ist unter anderem Präsidentin der nach ihr benannten Stiftung Fundación Reina Sofia. Nach ihr ist das Museo Reina Sofía, das Nationalmuseum für Moderne Kunst in Madrid, benannt.

Kronprinz Felipe (* 30.1.1968 in Madrid), der Principe de Asturias, ist der Erbe der spanischen Krone. An seinem 18. Geburtstag, dem 30. Januar 1986, wurde der Kronprinz in einem feierlichen Staatsakt vor dem Parlament auf die spanische Verfassung vereidigt. Er ist seit 2004 mit der ehemaligen Journalistin Letizia Ortiz (* 15.9.1972 in Oviedo) verheiratet.

Mariano RajoySoraya Sáenz de SantamaríaLogo der PP Mariano Rajoy (* 27.3.1955 in Santiago de Compostela) ist seit dem 21.12.2011 spanischer Ministerpräsident (Presidente del Gobierno). Er gehört der konservativen Partei Partido Popular (PP) an, deren Vorsitzender er seit 2004 ist. Seitdem war er auch Oppositionsführer im Spanischen Parlament. Bei den Wahlen im Jahre 2008 gewann seine Partei zwar Stimmen dazu, war aber erneut nur zweitstärkste Kraft. Aus den von 2012 auf 2011 vorgezogenen Wahlen ging der PP dann als Sieger hervor. Der Jurist ist seit 1989 im Parlament und hatte unter Ministerpräsident José Maria Aznar drei Ministerämter.

Die Professorin für Verwaltungsrecht und frühere Staatsanwältin in Leon Soraya Sáenz de Santamaría (* 10.6.1971 in Valladolid) ist Vizepräsidentin, Ministerin und Regierungssprecherin - auch sie gehört dem Partido Popular an. Sie ist seit 2004 im Parlament und war von 2008 bis 2011 Sprecherin der Fraktion des PP.


Nachdem wir nun schon etwas über die Gegenwart Spaniens kennen, schauen wir zurück auf die lange Geschichte dieses Landes:

Vorgeschichte

Cover Altamira FührerWenn Sie auf dem Camino Francés unterwegs sind, kommen Sie eine Tagestour vor Burgos in das Dorf Atapuerca. Im jahre 1994 hat man hier in Karsthöhlen Knochen entdeckt, deren Alter bis zu 800.000 Jahre beträgt und dem Homo antecessor zugeordnet wurden, einem Vorgänger des Neandertalers. Seit 2000 ist diese archäologische Stätte auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Etwas außerhalb des Dorfes gibt es ein Besucherzentrum der Fundacíon Atapuerca.

Andere Pilger werden auf dem Camino del Norte unterwegs sein und eine Tagestour hinter Santander in die kleine Stadt Santillana del Mar kommen. In der Nähe liegt die berühmte Höhle von Altamira mit ihren faszinierenden steinzeitlichen Malereien. Die Höhle wurde von 16.000 bis 11.000 v.Chr. genutzt und 1868 durch Zufall wieder entdeckt. Die Malereien wirkten so modern, dass man mehr als 20 Jahre lang die Echtheit anzweifelte. Seit 1979 ist die Höhle nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. 1998 wurde der Eingangsbereich originalgetreu nachgebildet - diese Kopie liegt 500 m von der historischen Höhle entfernt und kann dort im Museo de Altamira besichtigt. werden. Auch Altamira ist auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Im Deutschen Museum in München sind einige originalgetreue Kopien der Malereien zu besichtigen.

Eiszeit  -  Kupferzeit  -  Bronzezeit  -  Eisenzeit

Tartessos, Keltiberer und Griechen (Massilia)  -  Phönizier und Punier (Karthager)

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Römisches Reich

Hispania

Numantia

Sprache, Kultur, Recht, Straßen, Brücken, Landwirtschaft - Religion

Der Spanier Trajan war der erste römische Kaiser (98-117), der aus einer Provinz stammte. Auch sein Nachfolger, Kaiser Hadrian (117-138) stammte aus Italica in Andalusien. Wenig bekannt ist, dass auch der berühmte Philisoph und Gelehrte Seneca (1-65) in Cordoba geboren wurde.
Die römische Herrschaft auf der Iberischen Halbinsel wirkt sich durchaus positiv auf Wirtschaft und Kultur aus. Das von den Römern angelegte dichte Wegenetz war über viele Jahrhunderte sehr wertvoll für das Land. Die Bevölkerung wurde weitgehend romanisiert und die Kultur der Keltiberer verdrängt. Seit dem 3. Jahrhundert breitete sich durch die Römer das Christentum allmählish aus bis es unter Kaiser Konstantin (306-337) zu vorherrschen Religion wurde. Der aus Spanien stammenden Theodosius I. (379-394) erhob das Christentum faktisch zu Staatsreligion. Aber mittlerweile hatte der Niedergang des römischen Reiches längst begonnen und nach seine Tod wurde die Aufspaltung in ein weströmisches und ein oströmisches Reich vollzogen. Das war der Amfamg vom, Ende des römischen Weltreiches.

Byzantiner

Völkerwanderung

Das einst so mächtige Imperium Romanum zerfällt und die Völkerwanderung wird auch auf der Iberischen Halbinsel ankommen. Die von den Hunnen ab 375  aus Ihren Stammgebieten in Nordeuropa verdrängten Vandalen, Alanen und Sueben zogen nach Süden und erreichten ab 409 auch die Iberische Halbinsel, wo sie sich zunächst niederließen bevor sie dann weiter nach Nordafrika zogen ins Gebiet von Karthago.

Deutlich dauerhafter war das Reich der Westgoten, die sich nach einer langen Wanderung durch Südosteuropa, Italien und Hispanien schliesslich unter ihrem König Theoderich I. ab 418  in Südgallien niederließen und dort das Tolosanische Reich (Tolosa = Toulouse) gründeten. Zeitweise waren sie mit dem immer schwächer werdendem Weströmischen Reich verbündet.

451 - Schlacht auf den katalaunischen Feldern bei Troyes

In der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts drangen die Westgoten unter Theoderich II. im Norden bis an die Loire vor und im Süden besetzten sie große Teile der Iberischen Halbinsel - sie waren gegen Ende des 5. Jahrhunderts nach Fläche und Einwohner der bedeutendste der Nachfolgestaaten des weströmischen Reiches. Gegen die vordringenden Franken unter dem Merowinger Chlodwig verloren im Jahre 507 die Westgoten die entscheidende Schlacht von Vouillé.

Von da an verlagerte sich der Schwerpunkt des Westgotenreiches nach Hispanien mit der Hauptstadt Toledo. Sie hatten einige Probleme, sich gegen ihr Brudervolk, die Ostgoten zu behaupten und mussten sich auch gegen das Oströmische Reich zur Wehr setzen, die nach der Zerstörung des nordafrikanischen Vandalenreiches auch Hispanien angriffen und einige Gebiete an der Mittelmeerküste (Levante) besetzten. Unter König Leovigild (568-586) erlebte das Westgotenreich seinen größten Aufschwung - er unterwarf die im Nordosten ansässigen Sueben, integrierte die Kantabrer und bekämpfte die Basken, drängte die Oströmer zurück und wehrte einen Angriff der Franken auf Septimanien ab. Leovigilds Sohn Rekkared (586-601) konnte den Krieg gegen die Franken siegreich beenden und er löste die religiöse Zwietracht zwischen Arianern (Allein der Vater ist Gott) und Trinitariern (Katholiken) als er 589 zum Katholizismus übertrat. Gegen die Basken konnte auch er keinen entscheidenden Sieg erzielen. Das gesamte 7. Jahrhundert und der Beginn des 8. Jahrhunderts war geprägt durch Machtkämpfe des Königtums mit rebellischen Adelsgruppen. Das Land wurde zwischen 690 und 705 durch schwere Epidemien und Hungersnöten geschwächt.

Maurenherrschaft

Mozaraber Mudéjares
Mozaraber waren Christen, die im Mittelalter unter muslimischer Herrschaft im heutigen Portugal und Spanien (Al-Andalus) lebten und sich in der äußeren Lebensform den Strukturen der arabischen Gesellschaft anpassten. Insbesondere die mozarabische Architektur hat viele Spuren in präromanischen Bauten hinterlassen. Mudéjares waren Muslime, die im Verlauf der Reconquista unter die Herrschaft der christlichen Königreiche in Spanien geraten waren, doch ihre Religion weiter ausüben konnten und sich an ihre christliche Umgebung anpassten. Der Mudejarstil hatte eit dem 14. Jahrhundert großen Einfluß auf die spanische Baunkunst.
Unterdessen entwickelte sich weit entfernt auf der Arabischen Halbinsel im frühen 7. Jahrhundert eine neue Religion: Der Islam. Dieser neue Glaube, der sich wie das Judentum und das Christentum auf Abraham als gemeinsamen Vorfahren beruft, breitete sich sehr schnell (630 - 660) nach Ägypten, Libyen, Palästina, Syrien, den Irak und Persien aus. Unter den Omajaden setzt sich das bis in die westlichen Regionen Nordafrikas (Marokko) fort. Im Jahre 711 landete eine relativ kleine muslimische Streitmacht (vorwiegend Berber) unter der Führung von Tariq bei Gibraltar auf der Iberischen Halbinsel. Der erst seit 710 regierende König Roderich (Rodrigo) eilte ihnen mit seinem Heer entgegen und erlitt in der Schlacht am Rio Guadalete, bei er ums Leben kam, eine vernichtende Niederlage. Es zeigte sich, dass die Westgoten den Muslimen nicht viel entgegen zu setzen hatten und bis zum Jahre 720 hatten die Muslime den größten Teil der Iberischen Halbinsel erobert.

722 - In den Picos de Europa begann 722 die Reconquista mit der Schlacht von Covadonga als der westgotische Edelmann Pelayo mit seinen Leuten den Mauren eine erste empfindliche Niederlage beibrachte.

732 - Schlacht von Tours und Poitiers...

Spanische Mark

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750 - 929 - Emirat von Cordoba

929 - 1031 - Kalifat von Cordoba

Almoraviden und Almohaden

Taifas

 

Reconquista

Reconquista - 1. Phase bis 1085 - 2. Phasse 1086-1212 - Letzte Phase 1213-1492

Navarra...

856 - Leon wird zurückerobert

884 - Burgos wird als wichtige Festung gegen die Mauren gegründet

930 - Burgos wird Hauptstadt der Grafschaft Kastilien

1035 - entsteht das Königreich Aragon

Asturien, Leon, Kastilien...Andalusien, Extremadura, Granada  - 

1085 - Toledo wird zurückerobert und ist dann Hauptstadt des Königreichs Kastilien

1118 - Zaragoza wird zurückerobert

Flagge Portugals1143 - Portugal wird selbständiges Königreich...

1230 - Burgos wird die Hauptstadt des Königreichs Kastilien...

1236 - Cordoba wird zurückerobert

1238 - Valencia wird zurückerobert

1248 - Sevilla wird zurückerobert

1344 - Algeciras wird zurückerobert

1383 - starb das Haus Burgund in Portugal aus. Ein nichtehelicher Abkömmling, Johann von Avis rief sich zum König aus, konnte kastilische Ansprüche auf den portugiesischen Thron in der Schlacht von Aljubarrota (1385) abwehren und gründete die zweite portugiesische Dynastie, das Haus Avis.

1162/64 - Aufstieg der Krone Aragon: Alfons II. wird der Herrscher von Katalonien und Aragon

Petronellas und Raimund Berengars Sohn Alfons II. übernahm 1162 als Graf Alfons I. die Herrschaft in Katalonien und nach der Abdankung seiner Mutter 1164 die Königskrone von Aragon, die seitdem mit Katalonien vereint blieb. Die so entstandene Staatsgemeinschaft, die neben dem eigentlichen Aragon auch Katalonien umfasste und sich später auf einen großen Teil des Mittelmeerraumes ausdehnte, ist als Krone Aragon bekannt. Innerhalb dieser Staatsgemeinschaft behielten die einzelnen Teilgebiete – das Königreich Aragon im engeren Sinne, das sogenannte Prinzipat Katalonien sowie später auch das Königreich Valencia und weitere Gebiete ihre innere Selbständigkeit, lediglich auf außenpolitischem Gebiet waren sie unter einem gemeinsamen Monarchen vereint. Unter anderem wurden MontpellierCarcassonne und andere Pyrenäengebiete sowie Valencia und die Balearen erobert.

Expansion Aragons auf die Balearen, Sardinien, Sizilien und Süditalien

Kastilien und Aragon = Espana

Inquisition
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1469 - In Valladolid findet die Hochzeit der katholischen Könige Isabella I. von Kastilien und Ferdinand II. von Aragon statt.

Die Hochzeit dieser beiden bildete die Grundlage für die Vereinigung von Aragon und Kastilien und damit den Grundstein für das Entstehen des heutigen Spaniens. Der in Spanien geborene Papst Alexander VI. verlieh dem königlichen Ehepaar 1496 den Titel katholische Könige. Zu den Erfolgen Ferdinands und Isabellas gehören vor allem die Vollendung der Reconquista durch die Rückeroberung der letzten islamischen Bastion, des Emirats von Granada, im Jahr 1492 sowie die Eroberung der überseeischen Gebiete im Zeichen des Kreuzes. Besonders bekannt wurde das Paar durch die Vertreibung der Juden im Jahre 1492 und die Zwangskonversion der in Spanien verbliebenen Mauren nach der Übergabe derAlhambra von Granada.

1487 - Malaga wird zurückerobert

1492 - Granada wird von den Nasriden zurückerobert und damit ist die Reconquista abgeschlossen.

1492 - Mit dem Alhambra-Edikt wurden die Juden zum Verlassen des Landes aufgefordert, sofern sie nicht zum christlichen Glauben konvertieren

1492 - Antonio de Nebrija veröffentlicht die erste gedruckte Grammatik der kastilischen Sprache und fordert die Verbreitung der Kastilischen = Spanischen Sprache.

Neue Welt

1492 - Entdeckung der Neuen Welt durch Christoph Kolumbus span.: Cristóbal Colón)

Conquista - Kolonialpolitik

Vizekönigreich Neu-Spanien - Viezkönigreich Neu-Kastilien (Peru)

Vizekönigreich Neugranada - Vizekönigreich Rio de la Plata

Spanisch-Ostindien

Portugiesisches Vizekönigreich Brasilien

1494 - Vertrag von Tordesillas

1516/19 - Karl V. wird spanischer König und dann zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gewählt

1517 - Martin Luther veröffentlicht seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel - das ist der Beginn der Reformation

Siglo de Oro  -  1550-1680
Das Siglo de Oro ist das Goldene Zeitalter Spaniens, das eine Epoche besonderen Wohlstands und politischer Macht in Europa repräsentiert und zu einer hohen Blüte der Kunst und Kultur führte. Das Siglo de Oro stellte in Spanien den Übergang von der Renaissance zum Barock dar.
1556 - Kaiser Karl V., in dessen Reich die Sonne nie unterging verzichtete zugunsten seines Sohnes Philipp II. auf den spanischen Thron und zugunsten seines Bruders Ferdinand I. auf die Kaiserwürde. Er zeieht sich in das Kloster von Yuste in der Extremadura zurück, wo er 1558 stirbt. 

1561 - König Pilipp II. verlegt den königlichen Hof von Valladolid nach Madrid, das faktisch seitdem die spanische Hauptstadt ist

1580 - In Portugal stirbt das Königshaus Avis aus, das Land fällt an die spanischen Habsburger und wird zur spanischen Provinz

1618 - 1648 - Dreißigjähriger Krieg - Pyrenäenfriede

1640 - Unter dem Herzog von Bragança (später König Joao IV.) gewinnt Portugal die Unabhängigkeit zurück

1700 - Ende der spanischen Habsburger

1701 - Spanischer Erbfolgekrieg

1704 - Gibraltar steht seit 1704 unter der Souveränität des Vereinigten Königreichs und wurde 1713 von Spanien offiziell im Frieden von Utrecht abgetreten.

Revolution

1789 - Französische Revolution

Manuel de Godoy und Napoleon

1812 - Verfassung

1823 - Französische Invasion

Unabhängigkeit der amerikanischen Kolonien
1810 Ecuador, Bolivien
1810 Kolumbien
1811 Venezuela, Uruguay, Paraguay
1816 Argentinien
1818 Chile
1821 Mexico
1823 Mittelamerika
1824 Peru
1810-1825 - Die meisten amerikanischen Kolonien werden unabhängig

1833 - Die heutigen spanischen Provinzen werden durch die Verwaltungsreform von Javier de Burgos geschaffen. Dabei wurden die größeren historischen Territorialeinheiten aufgelöst und das spanische Territorium nach dem Vorbild der französischen Départements in ungefähr gleich große Provinzen aufgeteilt, die jeweils nach ihrer Hauptstadt benannt wurden und in sog. historische Regionen zusammengefasst. Lediglich die baskischen Provinzen Vizcaya, Guipúzcoa und Álava sowie Navarra behielten ihre traditionelle Steuerautonomie und ihre alten Namen. Die Einteilung in Provinzen und Regionen  blieb bis zur Verabschiedung der neuen spanischen Verfassung von 1978 die Grundlage der territorialen Gliederung Spaniens.

1833 - 1876 - Carlistenkrieg

1869 - Die Peseta wird als Währung eingeführt

Anarchismus

1898 - Verlust der letzten bedeutenden Kolonien (Cuba) an die USA

Hispanidad: Unter dem Begriff der Hispanidad versteht man zunächst die Gesamtheit der spanischsprachigen Welt, aber auch eine in Spanien und Iberoamerika anzutreffende Weltanschauung, wonach die spanischsprachige Welt eine Einheit bilde. Im Sinne der geografisch-kulturellen Bezeichnung wird der Tag der Entdeckung Amerikas (12. Oktober) bis heute als Día de la Hispanidad (Nationalfeiertag) gefeiert. Diese Weltanschauung betonte den Umstand, dass bis heute die Gemeinschaft der spanischsprachigen Länder weitaus enger ist und die kulturellen Gemeinsamkeiten weit ausgeprägter sind als etwa zwischen den Ländern des früheren französischen oder englischen Kolonialreichs. 

Das 20. und 21. Jahrhundert

1902-1931 - Alfons XII. wurde 1886 in Madrid als Sohn des bereits 1885 verstorbenen Alfons XII. und dessen zweiter Frau Maria Christina von Österreich geboren und war damit vom Moment seiner Geburt an König - bis 1902 führte jedoch seine Mutter als Regentin die Amtsgeschäfte.

Opus Dei
Opus Dei (dt. Werk Gottes) ist eine 1928 von Josemaría Escrivá in Madrid gegründete Laienorganisation der römisch-katholischen Kirche.
1923 - 1930 - Das unter Korruption und Reformstau leidende politische System Spaniens zerfiel letztendlich 1923 nach der Niederlage der spanischen Armee gegen marokkanische Aufständische bei Annual. General Rivera errichtete mit Billigung des Königs eine Militärdiktatur, die die wiederholten Staatskrisen beenden sollte. Nach anfänglichen Erfolgen und einem gewissen wirtschaftlichen Aufschwung scheiterte letztendlich auch dieser Versuch einer Konsolidierung und General Rivera musste 1930 zurücktreten.

1931 - Bei den Kommunalwahlen (erste Wahlen nach 1923) gibt es in den großen Städten einen klaren Sieg der Republikaner. Zwei Tage später wurde in Madrid die Republik ausgerufen und König Alfons XIII. erkannte im Wahlresultat ein Votum gegen die Monarchie und ging – ohne formell auf seinen Thronanspruch zu verzichten – ins Exil, zunächst nach Paris, später nach Rom.

1931 - 1936 - Die Zweite Spanische Republik war durch scharfe politische und ökonomische Konflikte gekennzeichnet

1932 - Im Nachbarland Portugal errichtet Salazar seinen Estado Novo, eine autoritäre Diktatur

1933 - General Riveras Kinder José Antonio und Pilar gründen die spanische faschistische Bewegung Falange -> Movimiento Nacional

Francisco Franco war der einzige despotische Monarch in der Geschichte Spaniens. Während seiner ganzen Regierungszeit war es immer sein höchster Wille, der das öffentliche Wohl bestimmte, ohne Beratung oder Berufung. Weder die Katholischen Könige noch die Habsburger oder die Bourbonen haben auch nur annähernd die Identifikation zwischen Staatsgewalt und dem persönlichen Willen erreicht, wie dies Franco in den 39 Jahren seiner Herrschaft gelungen ist.

Salvador de Madariaga

1936 - 1939 - Ein Staatsstreich rechtsgerichteter Teile der Armee gegen die gewählte linke Regierung löste 1936 den Spanischen Bürgerkrieg aus, in dem die Republik vom Franquismus gewaltsam verdrängt wurde.

1939 - 1977 - Franquismus - Francisco Franco

1939 - 1945 - Während des Zweiten Weltkrieges hat Franco eine neutrale Position gegenüber den Kriegsparteien bezogen, obwohl er zweifelsohne Sympathien für die Achsenmächte hatte. Franco-Spanien war seit 1939 Mitglied im Antikominternpakt. Eine militärische Besetzung Gibraltars, die Hitler von Franco 1940 bei einem Treffen im französischen Ort Hendaye verlangte und die zum Eintritt Spaniens in den Zweiten Weltkrieg geführt hätte, lehnte Franco kategorisch ab. Das Treffen endete mit beiderseitiger Verstimmung und persönlicher Antipathie.

1941 - Kurz vor seinem Tod, verzichtet der seit 1931 im Exil lebende König Alfons XIII. zugunsten seines Sohnes Juan de Borbón y Battenberg, dem Vater des jetzigen Königs Juan Carlos, auf seinen Thronanspruch

1946 - Francisco Franco führt die Monarchie wieder ein, ohne einen König zu benennen und bleibt bis zu seinem Tod Regent des Königreiches

1953 - Spanien wird in die UNESCO aufgenommen

1959 - Plan de Estabilización

1959 - Spanien tritt dem IWF und der Weltbank bei

1953 - Stützpunktabkommen mit den USA (Tratado de Amistad y Cooperación)

1955 - Aufnahme in die Vereinten Nationen

1961 - Franco soll erwogen haben, Otto von Habsburg nach seinem Tode als König einzusetzen - der lehnte aber ab!

1969 -  Franco bestimmt, dass Juan Carlos de Borbón, der Enkel Alfons’ XIII., nach seinem Tod der Regierung als König vorsitzen solle. Die Abgeordneten des Parlaments (Cortes Generales) billigen mit großer Mehrheit diese Entscheidung und gewähren Juan Carlos den Titel „Prinz von Spanien“

1970 - Salazar stirbt in Lissabon - er war von von 1932 bis 1968 Ministerpräsident der autoritären Diktatur des Estado Novo in Portugal

1973 - Luis Carrero Blanco   -    Torcuato Fernández-Miranda

1973 - 1976 -  Carlos Arias Navarro ist der letzte Ministerspräsident des franquistischen Spanien

1974 - Am 25. April wird in Portugal durch die sog. Nelkenrevolution die Diktatur des autoritären Estado Novo beendet

1975 - Am 20. November stirbt Francisco Franco

1976 - 1982 - Transicíon zur Parlamentarischen Monarchie

1976 - Mininsterpräsident Carlos Arias Navarro wird von König Juan Carlos abgesetzt und der erst 43 Jahre alte Adolfo Suarez mit der Bildung einer Übergangsregierung beauftragt. Das demokratische Zentrum und die Linke lehnten ihn wegen seiner 18-jährigen franquistischen Vergangenheit ab. Trotzdem war er den meisten Spaniern relativ unbekannt. Lediglich seine Verbindung als Mitglied der Katholischen Aktion zum einflussreichen Opus Dei und seine Verwaltungserfahrung wurden bekannt. Er bewies viel Geschick und es gelang ihm, eine Gruppe von Politikern seiner Generation zusammenzuschweißen, die ihre demokratischen Überzeugungen auf verschiedenen Wegen kundgetan hatten. Gemeinsam mit anderen „konvertierten“ Falangisten entwurzelte er das franquistische Regime. Sein Projekt politischer Reformen, die mit der Zulassung der politischen Parteien einschließlich der Kommunistischen Partei (PCE) und der Gewerkschaften vorangetrieben und von einem Referendum im Dezember 1976 (Ley para la Reforma Política) bestätigt wurde, brachte ihm den Respekt der demokratischen Opposition ein.

1977 - Spanien wählt zu ersten Mal seit 1936 in freien allgemeinen Wahlen ein Parlament

1977 - 1981 - Adolfo Suárez (UPE) ist der erste demokratisch gewählte Ministerpräsident Spaniens

1978 - Die Verfassung des Königreichs Spanien wird in einem Referendum ratifiziert und  tritt am 29.12.1978 in Kraft

1981 - Der Putschversuch des Oberstleutnants der Guardia Civil Antonio Tejero scheitert am entschlossenen Auftreten des Königs Juan Carlos, der als Oberbefehlshaber der spanischen Streitkräfte in einer in Uniform gehaltenen Fernsehansprache die Armeeangehörigen in die Kasernen zurück befahl und sich eindeutig für den Demokratisierungsprozess und die spanische Verfassung aussprach. Sein persönliches Eingreifen entzog dem Putsch nicht nur den Boden, sondern festigte in der Folge auch entscheidend die junge spanische Demokratie sowie die Rolle von König Juan Carlos in der Öffentlichkeit.

1981-1982 - Leopoldo Calvo Sotelo (UCD) ist Ministerpräsident

Flagge der NATO1982 - Spanien tritt der NATO (OTAN) bei

1982 - König Juan Carlos erhält den Karlspreis für seine Verdienste um Einheit und Menschenwürde

1982-1996 - Felipe González (PSOE) ist Ministerpräsident. Er trat bereits 1962 der seit 1939 verbotenen Partido Socialista Obrero Español (PSOE) unter einem Tarnnamen bei und wurde 1974 Generalsekretär der PSOE, die 1977 wieder zugelassen wurde. Seit den Wahlen im Jahre 1977 war er dann Oppositionsführer. Es ist sein Verdienst, dass sich die ehemals marxistische PSOE in eine moderne sozialistische Partei gewandelt hat und dadurch alle Gesellschaftsschichten ansprach.

Bei den Wahlen im Jahre 1982 erhielt die PSOE 48,3% der Wählerstimmen und 202 von 343 Parlamentssitzen und Felipe Gonzalez wurde spanischer Ministerpräsident. Die neue Regierung weckte große Hoffnungen bei der Bevölkerung auf einen politischen Wandel. Unter seiner Regierung wurde die Schulpflicht eingeführt, die Universitätsausbildung gefördert, eine Reform der Sozialversicherung in die Wege geleitet und zahlreiche Staatsunternehmen privatisiert. Bei den Wahlen von 1986 errang die PSOE 44,1% der Wählerstimmen. Im gleichen Jahr unterstützte Felipe Gonzalez bei einem Referendum den Verbleib Spaniens in der NATO, was im Gegensatz zu den früheren Positionen seiner Partei war und ihm heftige Kritik vom linken Flügel einbrachte.

Flag of Europe.svg1986 - Spanien wird Mitglied der EU - auch der Nachbar Portugal tritt der EU bei. Die beiden Staaten hatten teils schon seit langem eine Annäherung an die Europäischen Gemeinschaften gesucht, waren jedoch wegen ihrer autoritären Regierungen nicht zugelassen worden. Erst nach erfolgreichen Demokratisierungsprozessen konnten sie beitreten.

Nach dem Fall der Mauer 1989 war González einer der wenigen europäischen Regierungschefs, die vorbehaltlos die Deutsche Wiedervereinigung begrüßten.

Bei den Wahlen von 1989 erreichte die PSOE mit 39,6% der Stimmen nochmals die Mehrheit. Bei de Wahlen von 1993 gewann sie 38,8% der Stimmen, war aber bei der Regierungsbildung auf die Unterstützung von regionalen Parteinen angewiesen. Er erhät 1993 den Karlspreis als Streiter für Freiheit und Demokratie, Die schlechte Wirtschaftslage mit hoher Arbeitslosigkeit und Skandalen bei der Bekämpfung der baskischen ETA führen schließlich zur Niederlage der PSOE in Wahlen von 1996.

1992 - Der 500. Jahrestag der Entdeckung der Neuen Welt wird in vielen Veranstaltungen gefeiert. Vor allem durch die Expo in Sevilla und die Olympischen Sommerspiele in Barcelona gewinnt Spanien an internationalem Ansehen.

1995-1999 - Javier Solana (PSOE) ist Generalsekretär der NATO

1996-2004 - José María Aznar (PP) ist Ministerpräsident

1999-2009 - Javier Solana (PSOE) ist  Generalsekretär des Rates der EU und Hoher Vertreter für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik (EU-Außenminister)

Eurosymbol2002 - Spanien übernimmt den Euro als Währung. Bereits seit 1999 war der EURO Buchwährung und damit hatte die Peseta einen festen Wechselkurs.

2004-2011 - José Luis Rodríguez Zapatero (PSOE) ist Ministerpräsident

2004 - Joaquín Almunia (PSOE) wird Mitglied der Europäischen Kommission - er ist Kommissar für Wirtschaft und Währung und seit 2009 Kommissar für Wettbewerb

2008 - Wirtschaftskrise...

2011 - Der Galicier Mariano Rajoy (PP) wird Ministerpräsident

2014 - König Juan Carlos I. dankt ab - sein Nachfolger wird der Kronprinz Felipe, der König Felipe VI. sein wird.


Der niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom veröffentlicht im Jahre 1992 sein Buch "Der Umweg nach Santiago" - Originaltitel: "De Omweg naar Santiago". Es ist kein Pilgerbuch sondern der Autor beschreibt darin seine Reise von Barcelona nach Santiago auf vielen Umwegen. Er nimmt den Leser mit auf eine Reise durch Geschichte, Kultur und Literatur Spaniens und man spürt wie er dieses Land liebt mit seinen alten Städten, den weiten Landschaften und den Menschen. All dies geschieht in Nootebooms einzigartigem differenziertem Sprachstil - es ist viel mehr als eine Reisebeschreibung, es ist große Literatur. Wenn man dieses Buch gelesen hat, wird man angefangen haben Spanien zu verstehen und zu lieben. Gleichzeitig wird man Autor intensiv kennengelernt haben und verstehen, dass er als einer der wichtigsten europäischen Schriftsteller der Gegenwart gilt. Cees Nooteboom hat außer vielen anderen Reisebüchern auch Romane, Novellen und Gedichte geschrieben und zahlreiche Preise für sein Werk erhalten.