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Camino Francés (770 km)

Unter dem Jakobsweg wird vor allem der Camino Francés verstanden, die hochmittelalterliche Hauptverkehrsachse Nordspaniens, die von den Pyrenäen bis zum Jakobsgrab in Santiago de Compostela reicht und dabei Pamplona, Burgos, León, Astorga und Santiago de Compostela verbindet. Die Entstehung des Camino Francés, des klassischen Jakobsweges, geht in die erste Hälfte des 11. Jahrhunderts zurück. Seitdem bemühten sich die Herrscher sämtlicher christlichen Reiche in Nordspanien, durch die Gewährung von Freiheitsrechten, Privilegien und Steuerbefreiungen Siedler aus Frankreich anzuziehen, um den Camino Francés mit Marktsiedlungen auszustatten. Die Bezeichnung Camino Francés, erstmals für das 12. Jahrhundert in belegt, bezieht sich auf diese Siedler. Von etwa 1050 an häufen sich Hospitalstiftungen durch Könige, Fürsten, Geistliche, Mönchs- und Ritterorden. Um 1130 scheinen entlang des Camino Francés in Abständen von etwa 15 Kilometern Hospitäler bestanden zu haben. Ab dem 14. Jahrhundert wurde die karitative Infrastruktur durch private oder bruderschaftliche Stiftungen kleinerer Herbergen weiter verdichtet. Darüber hinaus gibt es verschiedene nicht so bekannte Wege aus Spanien und Portugal. Heute benutzen etwa 70 % aller Pilger diesen Weg.

Der Camino Francés beginnt an den beiden Pyrenäenpässen von Ibañeta (Navarra) und Somport (Aragon). Diese zwei Stränge vereinigen sich bei Puente la Reina (Navarra). Von dort führt der Weg über Logroño, Burgos, León, Astorga und Sarria bis zum Ziel nach Santiago de Compostela. Der Weg ist auch als spanischer Fernwanderweg GR-65 markiert.

Der Camino Frances entspricht in Spanien dem GR65 Fernwanderweg (Gran Recorrido).
In Frankreich bezeichnet GR65 (Sentier de Grande Randonnée) den Pilgerweg von Le Puy nach Saint-Jean-Pied-de-Port (Via Podiensis).
Auch der 
Europäische Fernwanderweg E3 enthält u.a. den Camino Frances und die Via Podiensis.

Mehr als 70 % aller Jakobs-Pilger sind auf dem Camino Francés unterwegs. Das bedeutet einerseits, dass der Weg sehr gut markiert ist und viele Herbergen und andere Unterkünfte für die Pilger bereitstehen, was eine flexible Etappengestaltung erlaubt. Auf der anderen Seite sind in der Hauptsaison derartig viele Pilger unterwegs, dass es manchen Pilgern schwerfällt die gesuchte Einsamkeit und Spiritualität zu finden.



Für die Anreise nach SJPP empfehle ich die Bahn. Zunächst fährt man mit den schnellen Intercity, Thalys- oder TGV Verbindungen nach Paris (Gare de l'Est). Dann fährt man weiter mit der Metro zum Gare Montparnasse, von wo die TGVs über Bordeaux nach Bayonne abfahren. Von Bayonne kommt man mit der Regionalbahn oder mit dem Bus nach SJPP. Die Zugtickets können bei Voyages-SNCF bequem online gebucht werden und bei rechtzeitigere Buchung sind die Preise sehr viel günstiger als kurz vor Antritt der Reise.
La Voie de la Nive ist ein schöner Wanderweg, der Sie von Bayonne entlang des Flüßchens Nive in 3-4 Tages-Etappen nach SJPP führt.
 770 km  Für viele Pilger beginnt der Camino Frances schon nördlich der Pyrenäen im französischen Baskenland - dem Département (64) Pyrénées-Atlantiques . In dem kleinen Städtchen Saint-Jean-Pied-de-Port  (span.: San Juan Pie de Puerto - bask.: Donibane Garazi) endet der wichtigste französische Zubringerweg, die Via Podiensis, der sich 20 km vorher in Ostabat-Asme schon mit zwei anderen Wegen (Via Lemoviciensis und Via Turonensis) vereinigt hat. SJPP ist ein lebhaftes Städtchen mit vielen Unterkünften in allen Preislagen, Restaurants und Läden, wo man zu Hause vergessene Dinge noch einkaufen kann (La Boutique du Pelerin). Falls Sie noch kein Credencial (Pilgerausweis) besitzen, können Sie dies im Pilgerbüro (Au Coeur du Chemin) erhalten. Außerdem gibt es dort nützliche Ratschläge, Informationsmaterial (Etappenplan, Höhenprofil, Herbergs-Verzeichnis), die Jakobsmuschel für den Rucksack und schließlich den ersten Stempel im Credencial. Hier können Sie sich auch für die Gemeindeherberge anmelden. Im Jahre 2013 haben etwa 50.000 Pilger, darunter 4.800 Deutsche, den Jakobsweg hier begonnen.

Bevor Sie sich auf den Weg über den Pyrenäenkamm nach Roncesvalles machen, sollten Sie sich hier unbedingt nach den Wetteraussichten und dem Zustand der Wege erkundigen - Warnungen sollten Sie ernst nehmen! Obwohl man sich schon in den Pyreänen befindet, liegt SJPP nur 170 m hoch und auf der ersten Etappe (25 km) werden wir über die Route Napoleon auf den Col de Lepoeder auf 1437 m Höhe steigen, um dann über den Ibañeta-Pass (1057 m) nach Roncesvalles auf 962 m abzusteigen.

Als Baskenland (franz.: Pays Basque, bask.: Euskadi, span.: Pais Vasco)  wird das französische Department 64 und in Spanien die beiden autonomen Gemeinschaften Pais Vasco (Euskadi) und Navarra bezeichnet. Baskisch (Euskara) wird von 700 Tsd. Menschen gesprochen und viele Orte haben baskische Namen. Die baskische Sprache ist mit keiner der in Euopa verbreiteten indogermanischen Sprachen verwandt. Während des Franquismus wurde der Gebrauch der baskischen Sprache unterdrückt.
Bei schlechtem Wetter gibt es als Alternative zu dieser wunderschönen aber sehr anstrengenden Strecke die Route über Valcarlos (bask.: Luzaide) zum Ibañeta-Pass - der Weg verläuft immer auf der Straße oder auf Wegen in der Nähe und vermeidet so die großen An- und Abstiege der Route Napoleon. Auch für Pilger, die sich diese Königsetappe absolut noch nicht zutrauen ist dies eine Lösung. Eine andere Option ist es, die Etappe im Refuge Orisson auf 800 m Höhe zu unterbrechen und dann von dort am nächsten Tag weiter zu gehen. Darüber hinaus gibt es noch Express Bourricot, der Gepäck- und Personen-Transport anbietet - auf diese Art können Sie entweder Ihr Gepäck nach Roncesvalles voraus schicken oder mit dem Minibus nach Roncesvalles fahren, um von dort Ihren Jakobsweg zu beginnen.

Auf dem Ibañeta-Pass werden Sie durch eine Kapelle und einen Monolithen an die Rolandsschlacht erinnert, die im Jahre 778 in diesem Hochtal stattgefunden hat. Roland (span.: Roldan) war.ein Feldherr Karls des Großen (franz.: Charlemagne - span.: Carlomagno), der mit seinem Heer beim Rückzug von einem Feldzug gegen die Mauren hier in einen Hinterhalt geriet und getötet wurde. Entgegen der Legende waren es nicht die Mauren sondern die Basken, die dem Heer Karls des Großen diese empfindliche Niederlage beibrachten. Im Mittelalter enstand aus der Geschichte der Schlacht von Roncesvalles das Rolandslied, ein altfranzösisches Versepos über das heldenhafte Ende Rolands.


Höhenprofil des Camino Francés
Santiago 
  SJPP


NavarraDie autonome Gemeinschaft Navarra (bask.: Nafarroa) hat 650.000 Einwohner und hatte schon lange vor der spanischen Verfassung von 1978 eine weitgehende Autonomie (Fueros), die auf die lange Geschichte des ehemaligen Königreichs Navarra zurückgeht. Im Norden Navarras ist Baskisch neben dem Spanischen offizielle Sprache.

 

 

Nachdem wir nun den Pyrenäenkamm auf einer der oben beschriebenen Routen überwunden haben kommen wir hinab nach 
 745 km  Roncesvalles (franz.: Roncevaux - bask.: Orreaga) - dieser Ort (1066 m) mit dem alten Augustinerkloster (Real Colegiata de Santa Maria) von 1132 war und ist immer noch eine wichtige Station auf dem Jakobsweg. Heute gibt es hier eine der größten und modernsten Pilgerherbergen "Itzandegia" - die alte Pilgerherberge auf der anderen Seite der Straße wird nur noch geöffnet, wenn in der Hochsaison die neue Herberge voll ist. Außerdem gibt es hier noch vier komfortablere Unterkünfte: Posada - Hotel - Casa de BeneficiadosCasa Sabina. Wenn Sie nicht zu müde sind, dann gibt es noch einiges, was sich anzuschauen lohnt:  die große gotische Klosterkirche, die kleine Pilgerkirche, zwei Kapellen und das Klostermuseum. Nicht versäumen sollten Sie die stimmungsvolle Pilgermesse mit Segen. Anschließend nehmen Sie das Pilgermenu ein, für das Sie sich gleich nach der Ankunft anmelden sollten. Am Nachmittag kommt ein Bus von Pamplona, der besonders an den Wochenenden viele Wanderer nach Roncesvalles bringt. Übrigens: in Roncesvalles gibt es außer den Automaten in der Herberge keine Einkaufsmöglichkeiten.

Nachdem Sie in der Klosterherberge mit Chorälen geweckt worden sind, passieren Sie bald im Wald ein uraltes Pilgerkreuz und es geht auf angenehmen Wegen hinunter nach Burguete (bask.: Auritz) und weiter über  Espinal (bask.: Aurizbem), Bizkarreta-Gerendiain nach Lintzoain, wo dann der Aufstieg zum Erro-Pass (801 m) beginnt. Danach geht es auf steinigen Wegen teilweise steil bergab und wir kommen nach Zubiri (bask.: Esteribar) auf 526 m, wo eine alte Steinbrücke (Puente de la Rabia) den Rio Arga (ein Nebenfluss des Ebro) überquert. Dieser Fluß wird uns jetzt eine Weile begleiten und über die Dörfer Larrasoaña, Zuriáin,  Iroz und Zabaldica kommen wir nach Villava (bask.: Atarrabia), wo eine Brücke beim Kloster Trinidad de Arre (mit schöner Pilgerherberge) wieder den Rio Arga überquert. Villava hat 10.000 Einwohner und wir befinden uns jetzt schon im Großraum Pamplona. Über den sich nahtlos anschliesenden Vorort Burlada sind wir bald in Pamplona und betreten die Stadt über die mittelalterliche Pilgerbücke "Puente Magdalena", die den Rio Arga überquert.

 700 km  Pamplona (bask.: Iruñea) ist die Hauptstadt der autonomen Region Navarra und hat ca. 200.000 Einwohner. Die Stadt liegt am Rio Arga auf 450 m Höhe. Das Stadtbild wird von einer großen gut erhaltenen Zitadelle und der großen gotischen Kathedrale Santa Maria la Real geprägt - die Plaza del Castillo ist dasZentrum der Stadt.

Paderborn ist die deutsche Partnerstadt Pamplonas und die Jakobusfreunde Paderborn unterhalten direkt am Ufer des Rio Arga eine sehr schöne Pilgerherberge "Casa Paderborn". Darüber hinaus gibt es in Pamplona viele weitere Herbergen und Unterkünfte in allen Preisklassen - die Zahl der Bars und und Restaurants ist so groß wie in kaum einer anderen Stadt. Auch in Pamplone können Sie natürlich noch Ihre Ausrüstung ergänzen, z.B. bei Caminoteca. Manche stellen auch hier schon fest, dass sie zuviel im Rucksack mit sich herumschleppen - mit der Post CORREOS könnten Sie diese Sachen nach Hause schicken.

Anreise nach Pamplona: Mit dem Zug RENFE Von Madrid (3-4 h),Barcelona (4 h) und Irun (2 h). Es gibt viele Fernbus-Verbindungen mit spanischen Städten sowie Bayonne und Paris. Der Flughafen PNA wird nur von spanischen Airlines angeflogen.
Bekannt ist Pamplona vor allem für die alljährlichen Sanfermines (sanfermin.com) vom 6. Juli bis 14. Juli, die traditionell zu Ehren des Schutzpatrons von Pamplona, abgehalten werden. Die größte Attraktion der Sanfermines sind, noch mehr als die Stierkämpfe, die Stierläufe (span.: encierros), die jeden Morgen – außer am Eröffnungstag – durch die Straßen zwischen den am Rand der Altstadt gelegenen Ställen und der Stierkampfarena stattfinden. Ähnlich wie der Stierkampf ist auch der Encierro zwischen Anhängern und Gegnern stark umstritten. Der amerikanische Schriftsteller Ernest Hemingway machte durch seinen Roman Fiesta nicht nur die Encierros, sondern auch die ihn faszinierende Stadt weltberühmt. Während der Sanfermines ist Pamplona von Touristen aus aller Welt total überlaufen und es kann sehr schwierig und teuer werden, eine Unterkunft zu finden - die etwas außerhalb der Stadt liegenden Herbergen in Villava, Huarte, Burlada und Cizur Menor könnten dann die Lösung sein.

Wir verlassen jetzt Pamplona durch das neue Universätsviertel und gehen über den Vorort Cizur Menor auf einen eindrucksvollen Bergkamm zu. Über Zariquiegui steigen wir den anstrengenden Pfad hinauf auf den Alto del Perdón (753 m), wo uns die Statue der Nuestra Señora del Perdón und die eiserne Skulptur eines Pilgerzuges begrüßt. Die Skulptur wurde gestifte von einem Energieunternehmen, das auch die vielen Windkraftanlagen auf dem Bergkamm betreibt. Die Inschrift lautet: "Donde se cruza el camino del viento con el de las estrellas" (Wo sich der Sternenweg mit dem Weg des Windes kreuzt). Nachdem wir die grandiose Aussicht genossen und uns etwas erholt haben, geht es auf einem steinigen Weg hinunter nach Uterga, wo es ein gutes Restaurant mit Pilgerherberge (Camino del Perdon) gibt. Wenn Sie sich noch frisch fühlen können Sie allerdings auch auf guten Wegen über Murazabal (ein kurzer Umweg könnte Sie nach Eunate führen, wo sich eine geheimnisvolle achteckige Templerkirche Santa Maria de Eunate befindet) und Obanos-nach Puenta la Reina weitergehen.

 675 km  Puente la Reina (bask.: Gares) - hier erreicht auch der vom Somport-Pass kommende Camino Aragones den Hauptweg. In diesem Städtchen überquert die gleichnamige Brücke den Rio Arga. Die Brücke wurde in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts von einer navarresischen Königin gestiftet und von den Pilgern gerne angenommen. Der daraufhin folgende Ansiedlung von Franken, der Erhalt der Stadtrechte und das weitere Wachstum der Stadt mit Hilfe der Templer und Johanniter ist ein Musterbeispiel für die wirtschaftliche Entwicklung von Orten am Jakobsweg.

Bevor wir weitergehen, möchte ich Ihnen drei alternative Wege für den Anfang des Camino Francés vorstellen:

Camino Aragones (178 km)

Camino Baztanes (93 km)

Camino Vasco (206 km)

Anreise: Von Paris fährt man mit dem TGV nach Pau, von dort mit der Regionalbahn weiter nach Oloron-Sainte-Marie und dann mit dem Bus zum Somport-Pass.
Eine wenig begangene Alternative zum bevorzugten navarrischen Weg ist der aragonesische Weg, der am Puerto de Somport auf 1632 m beginnt, wo der südliche französische Zubringerweg, die Via Tolosana endet. Nach steilem Abstieg erreicht manVillanua auf 1000m Höhe und von dort geht es weiter ins auf 800m Höhe gelegene Jaca , die älteste der aragonesischen Hauptstädte. Hier stoßen auch einige der aus Katalonien kommenden Jakobswege auf den Hauptweg. Ein kleiner Umweg führt zum sehr sehenswerten ehemaligen Benediktiner-Kloster San Juan de la Peña - in der Nähe ist der Aussichtspunkt Balcón del Pirineo. Weiter geht es nach Westen entlang dem Rio Aragon und dem Yesa-Stausee nach Sangüesa, das bereits in Navarra liegt. Oberhalb des Yesa-Stausees liegt das Zisterzienser-Kloster San Salvador de Leyre , das unbedingt einen Besuch Wert ist. Über Monreal erreichen wir die geheimnisvolle romanische Kirche von Santa Maria de Eunate. In Obanos, kurz vor Puente la Reina, trifft der aragonesische Weg schließlich auf den Camino Frances.
Eine recht unbekannte Variante ist der Camino Baztanés (franz.: Voie du Baztan), der von Bayonne durch das Baztan-Tal nach Villava (bask.: Atarrabia) mit dem Kloster Trinidad de Arre kurz vor Pamplona führt und dabei die Pyrenäen auf dem Col de Belate überquert, dem westlichsten und mit 847 m niedrigstem Pass. Dieser Weg ist einer der ältesten bekannten Wege der Jakobspilger. Der Baskische Weg, auch manchmal Camino Vasco del Interior oder Ruta de Bayona genannt, führt von der Grenzstadt Irun durch das Baskenland über Tolosa, Vitoria-Gasteiz und Haro nach Santo Domingo de la Calzada, wo er auf den Camino Frances trifft. Vom 10. bis ins 13. Jahrhundert war dies der sicherste Weg, um im Norden die Gefahren einer Begegnung mit den Normannen und im Süden mit den Mauren zu vermeiden. Eine Variante führt über Miranda de Ebro nach Burgos.

Nachdem wir über die Puente la Reina zum letzten Mal den Rio Arga überquert haben, muss erst ein steiler Anstieg genommen werden, bevor wir dann durch Getreidefelder und Weinberge über Mañeru in das wunderschöne Städtchen Cirauqui gelangen. Die Albergue Maralotx ist sehr zu empfehlen. Danach überqueren wir auf einer mittelalterlichen Steinbrücke den schon im Codex Calixtinus erwähnten Rio Salado und erreichen dann Lorca. Über Villatuerta kommen wir in das Tal des Rio Ega und erreichen dann die Stadt
 655 km  Estella (bask.: Lizarra) - hier leben 14.000 Einwohner und Estella ist schon seit vielen Jahrhunderten eine der wichtigsten Stationen des Jakobswegs.

Kloster Irache | Bodegas Irache

Azqueta | Villamayor de Monjardín

Los Arcos - La Fuenta - Casa de Austria

Sansol | Torres del Río | Viana


La RiojaLa Rioja ist.mit 320.000 Einwohnern die kleinste der autonomen Regionen Spaniens und entstand erst 1982 im Verlauf der Reformen nach dem Tode Francos. Bis dahin gehörte sie als Provinz Logroño zu Castilla y Leon. Der Name ist vom Rio Oja abgeleitet, der durch die Region fließt und in den Ebro mündet. Bekannt ist die fruchtbare Region vor allem durch das Weinanbaugebiet DOC Rioja - der Rioja ist einer der weltbesten Rotweine und wird nach mehreren Jahren Lagerzeit immer besser.

 

 

Auf dem Weg hinunter nach Logroño kommen wir am Stand von Doña Felisa vorbei, wo sie viele Jahre lang die Pilger begrüßt und mit Getränken oder Obst erfrischt hat. Sie war eine Institution auf dem Jakobsweg, an der kein Pilger vorgeiging. Auf ihrem Pilgerstempel ist zu lesen: "Felisa - Higos, Agua y Amor" Nachdem Doña Felisa 2002 gestorben ist, führt ihre Tochter Maria Mediavilla diese Tradition fort. ("Engel am Wegesrand" ein Bericht im SPIEGEL)

 605 km  Logroño ist die Hauptstadt der autonomen Gemeinschaft La Rioja und hat 150.000 Einwohner - sie ist auch das Zentrum des Weinanbaus. In der vorletzten Septemberwoche findet das große Weinfest San Mateo statt - dann sind Unterkünfte knapp.

Navarrete

Nájera 9.000 Einwohner - ehem. Benediktinerkloster Santa Maria la Real...

Ein lohnender Umweg führt über ... zum Kloster San Millán de la Cogolla
UNESCO Weltkulturerbe   Monasterio  -  Hosteria del Monasterio de San Millan
Über ... gelangen wir in Cirueña auf den Camino Frances.

Azofra | Cirueña

 555 km  Santo Domingo de la Calzada  hat 7.000 Einwohner und hat eine lange Tradition in der Geschichte des Jakobswegs.

Gründer: Domingo Garcia

Benediktinerinnen-Kloser - Herberge und Hospederia

2 Paradores

Wir verlassen Santo Domingo auf der Brücke über den Rio Oja und kommen nach Grañón, den letzten Ort des Jakobsweges in La Rioja. Hier unterhält die Fränkische St. Jakobus-Gesellschaft Würzburg die wunderschöne Herberge San Juan Bautista.


Die autonome Gemeinschaft Castilla y León hat 2,5 Mio Einwohner und ist als der ältere Teil Kastiliens unzweifelhaft das Kernland Spaniens. Es umfasst 9 Provinzen und die Hauptstadt ist das wenig bekannte Valladolid. Auf dem Camino Frances werden wir die Provinzen Burgos , Palencia und León durchqueren Die vorherrschende Landschaft ist die Meseta, die 650 - 900 m hohe Ebene mit kalten Wintern und heißen Sommern, auf der meist Getreide angebaut und Schafzucht betrieben wird. Im Westen Leons werden wir dann zwei interessante andere Landschaften kennenlernen.

 

 

Provinz Burgos

Redecilla del Camino | Castildelgado | Viloria de Rioja | Villamayor del Río | Belorado

Tosantos | Villambistia | Espinosa del Camino | 

Villafranca Montes de Oca

San Juan de Ortega

Agés 

Atapuerca

 

 

Von Vilafria, einem Vorort von Burgos, bis zum Zentrum geht es gut 10 km weit durch triste Vorstädte und Gewerbegebiete. Wer sich das nicht antun möchte, kann hier in einen Bus steigen. Es gibt eine südliche Alternativroute, die zum großen Teil am Rio Arlanzon entlang führt und deutlich schöner - mittlerweile auch gut markiert.

 480 km  Burgos  180.000 Einwohner

Die gotische  Kathedrale von Burgos ist seit 1984 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes

Das königliche Zisterzienser-Kloster Santa Maria la Real de las Huelgas

Cartuja de Miraflores

Rodrigo Díaz de Vivar, genannt El Cid

Tardajos | Rabé de las Calzadas | Hornillos del Camino | San Bol | Hontanas | San Anton de Castrojeriz

 440 km  Castrojeriz

Puente de Itero | Itero de la Vega | Boadilla del Camino

Frómista hat eine wunderschöne romanische Kirche,,,

In Población de Campos haben wir die Wahl entweder direkt an der Landstraße über Villarmentero de Campos weiter zu gehen oder den kleinen aber schöneren Umweg über Villovieco zu nehmen. In Villalcázar de la Sirga mit seiner gewaltigen Kirche laufen die beiden Wege wieder zusammen.

 400 km  Carrión de los Condes hat 2.500 Einwohner...

Calzadilla de la Cueza | Ledigos | Terradillos de los Templarios | Moratinos | San Nicolás del Real Camino

 360 km  Sahagún hat 3.000 Einwoher...

In Calzada del Coto gabelt sich der Weg. Nach rechts folgt der Camino der alten Römerstraße Via Trajana nach Calzadilla de los Hermanillos. Nach links geht es auf der etwas populäreren Variante über Bercianos del Real Camino und El Burgo Ranero nach Reliegos, wo wir wieder auf den anderen Weg treffen

Mansilla de las Mulas | Villarente | Arcahueja | Valdelafuente

 300 km  León hat 140.000 Einwohner und war die Hauptstadt des Königreiches León, eines wichtigen Vorläufers des spanischen Staates. Der Name der Stadt stammt nicht, wie man annehmen könnte vom Löwen ab, sondern von Legio, der römischen Legion, die seinerzeit hier stationiert war. Nach dem Niedergang des Römischen Reiches wurde die Stadt von den Westgoten erobert. Im Jahre 712 besetzten die Mauren die Stadt, die erst 856 durch die Asturier wieder zurück gewonnen wurde. Im Jahre 914 wurde sie zur Hauptstadt des gleichnamigen Königreiches und damit für run 200 Jahre zur wichtigsten christlichen Stadt auf der iberischen Halbinsel. Von Anfang an war León eine wichtige Station auf dem Jakobsweg.  Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die gotische Kathedrale Santa Maria de Regla, die romanische Basilica San Isidoro und das im Renaissance-Stil erbaute Convento de San Marcos, das heute ein Museum und einen Parador beherbergt. Bemerkenswert ist darüber hinaus das von Antoni Gaudí im neogoitschem Stil erbaute Handelshaus Casa Botines. León ist auch für die hier stattfindenden Feiern und Prozessionen während der Semana Santa (Karwoche) bekannt. Das Kloster der Benediktinerinnen betreibt eine große Pilgerherberge und daneben mit der Hospedaria Pax auch ein Hotel.

Der Weg aus León heraus nach Virgen del Camino geht durch ein großes Industrie- und Gewerbegebiet und ist wenig attraktiv. Wer das vermeiden will, kann vom Stadtzentrum den Bus 1a nehmen. Nicht weit von der modernen Wallfahrtskirche gabelt sich der Camino in zwei Routen: Die kürzere Route führt neben der Nationalstraße über Villadangos del Páramo und San Martín del Camino. Die wesentlich schönere Strecke führt durch ein Naturschutzgebiet über Villar de Mazarife und Villavante. Vor der noch aus der Römerzeit stammenden 20-bogigen Brücke über den Rio Órbigo laufen die beiden Wege wieder zusammen und nach Überquerung der Brücke erreichen wir Hospital de Órbigo, das seinen Namen erhielt, als im 16. Jahrhunderts der Johanniterorden ein Krankenhaus an dieser wichtigen Brücke eröffnete. Nach dem Ort gabelt sich der Weg erneut: Die empfohlene Route geht durch ein Naturschutzgebiet über Villares de Órbigo und Santibáñez de Valdeiglesias. Nachdem wir das steinerne Wegkreuz von Santo Toribio passiert haben, kommen wir nach San Justo de la Vega, wo auch die andere, an der Landstraße entlang verlaufende Route ankommt. Jetzt ist es nicht mehr weit nach Astorga.

 250 km  Astorga ist eine Stadt mit 12.000 Einwohnern am Fuße der Montes de León, die bis in keltische Zeiten zurückgeht und von den Römern als Asturica Augusta im Jahre 17 v.Chr. übernommen wurde. Es war lange Zeit ein römisches Verwaltungszentrum für den Westen Hispanias und zeitweise war es Standort einer Legion. Von hier aus wurden auch die Goldminen in den Montes de León und im Bierzo (Las Medulas) ausgebeutet. Zwischen Astorga und Merida bzw. Sevilla verläuft die von den Römern ausgebaute Via de la Plata, eine bis in die Neuzeit wichtige Verkehrsachse in Nord-Süd-Richtung. In der Völkerwanderungszeit wurde die Stadt westgotisch und die Bevölkerung trat zum christlichen Glauben über. Im Jahre 714 wurde sie durch die Mauren besetzt, aber bereits 753 durch die Reconquista wieder zurückerobert. Seit dem Jahre 850 ist Astorga wieder Bischofssitz und mit der zunehmenden Popularität von Santiago de Compostela profitierte auch Astorga von seiner Lage am Jakobsweg. Sehenswert sind die aus dem 8. Jahrhundert stammende Kathedrale Santa Maria, der von Antoni Gaudí erbaute neogotische Bischofspalast (heute ein Museum), das Rathaus und zahlreiche römische Ausgrabungen. Während des goldenen Zeitalters gelangte Astorga mit den Kolonialwaren Kakao und Zucker in Kontakt, die von den galicischen Häfen nach Madrid transportiert wurden. Daraus entwickelte sich eine bis heute fortdauernde Tradition der Herstellung von Schokoladen und anderen Süßigkeiten.

Die Maragateria ist eine kleine Comarca um ihren Hauptort Astorga herum, in der immer noch ein historische Brauchtum gepflegt wird. Traditionell verdienten die Bewohner dieser armen Region ihren Lebensunterhalt als Fuhrleute. Das beeinflusste nicht nur die Anlage der Dörfer mit reichlich Platz für die Fuhrwerke sondern auch die Kleidung der Fuhrleute und eine besondere Tracht der Frauen. Der Cocido maragato ist ein für diese Gegend typisches Eintopfgericht mit Kichererbsen.

Murias de Rechivaldo  | Castrillo de Polvazares Santa Catalina de Somoza | El Ganso

Rabanal del Camino | Foncebadón

Das Cruz de Ferro ist ein recht kleines Eisenkreuz, das auf einen Baumstamm montiert in den Montes de León auf 1500 m Höhe den höchsten Punkt des Camino Francés am Monte Irago markiert. Vorläufer des Wegkreuzes sollen angeblich bis in römische oder sogar keltische Zeiten zurückgehen, bevor dieser Ort von einem Eremiten christianisiert wurde. Der ursprünglich nicht christliche Brauch, am Cruz de Ferro einen Stein abzulegen, wird inzwischen problemlos in religiös motivierte Wallfahrten integriert, indem der von zu Hause mitgebrachte Stein als Symbol der auf dem Weg hinter sich gelassenen Sorgen oder Sünden betrachtet wird. Manche Pilger nutzen das Cruz de Ferro auch, um am Baumstamm des Kreuzes persönliche Dinge, Briefe oder Votivgaben anzubringen

Camino del Invierno - 210 km

Der Winterweg ist ein recht selten benutzter Camino, der von Ponferrada aus auf einer südlicheren Route als der Hauptweg, den im Winter schwierigen Weg über O Cebreiro vermeidet. Über Las Medulas (UNESCO Weltkulturerbe) erreicht man Lalin, wo man auf den Camino Sanabres trifft und darauf weiter nach Santiago geht.
Nach dem Bergkamm mit dem Eisenkreuz geht es über Manjarín bergab in eine besondere Landschaft, die Comarca Bierzo. Das ist ein Becken im äußersten Westen der Provinz Leon auf etwa 500 m Höhe, das von bis zu 2000 m hohen Bergen umgeben ist. Im Westen grenzt es an Galicien und es hat aufgrund seiner geographischen Isolation seine historischen Eigenheiten bis heute bewahrt.

El Acebo | Riego de Ambrós | Molinaseca 

 200 km  Ponferrada ist die Hauptstadt des Bierzo und hat 68.000 Einwohner. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind das Castillo de Ponferrada, eine mittelalterliche Templerfestung aus dem 12. Jahrhundert, die Renaissance-Basilica de la Encina und das alte Stadttor Torre del Reloj. Für Radfahrer ist dies der letzte Startort um die Bedingungen für die Compostela zu erfüllen.

Columbrianos (Viejo Camino) | Camponaraya

Wegalternative nach Cacabelos über Narayola zum beeindruckenden Kloster Monasterio de Santa María de Carracedo mit Ursprung im 10. Jahrhundert - jetzt ist das Kloster ein Museum. Dieser Weg ist ca. 4-5 km länger als die direkte Route

Cacabelos hat 5.500 Einwohner un ist das Zentrum des Weinbaugebietes DOC Bierzo.

Sehr empfehlenswert ist der Umweg durch die Weinberge über Valtuille de Arriba - damit vermeiden Sie die Route entlang der Straße.

Villafranca del Bierzo ist ein hübsches Städtchen mit 3.500 Einwohner.

Gnadenpforte - Parador

Jetzt gibt es zwei Varianten:

1. Die eine führt über Pereje entlang der seit der Fertigstellung der Autobahn wenig befahrenen Nationalstraße mit einem von der Fahrbahn abgeteilten Streifen für Fußgänger und Radfahrer. 

2. Die andere ist der ca. 12 km lange „harte Weg” (Camino duro). Steil und beschwerlich aber landschaftlich wunderschön und abseits des Verkehrs. Einsamkeit und Stille sind der Lohn für den beschwerlichen Weg. Bei unbeständigem Wetter oder Schlechtwetterwarnung auf keinen Fall den ‚Camino duro’ begehen!”. Für jemanden, der über geringe alpinistische Erfahrung verfügt und etwas Ausdauer mitbringt leicht machbar. Markierungen sind ok.

In Trabadelo vereinigen sich die beiden Wege wieder.

La Portela de Valcarce | Ambasmestas | Vega de Valcarce | Ruitelán | Las Herrerías | La Faba | Laguna de Castilla


GaliciaGalicia ist.eine autonome Gemeinschaft im Nordwesten Spaniens. Galicien hat 2,8 Mio Einwohner und hier ist neben dem Spanischen auch das mit dem Portugiesischen verwandte Galicisch (span,: gallego) Amtssprache. Der Name Galicia geht auf die Kelten (lat.: Gallaeci) zurück, die im Altertum hier lebten. Im Zuge der Demokratisierung Spaniens in den 1970er Jahren wurde Galicien neben Katalonien, Navarra und dem Baskenland als eine der historischen Nationalitäten Spaniens anerkannt und erhielt deshalb 1980 als eine der ersten Regionen ein Autonomiestatut. Galicien besteht aus den vier Provinzen A Coruna, Pontevedra, Lugo und Ourense - die Regionalregierung (Xunta de Galicia) hat ihren Sitz in Santiago de Compostela. Die größte galicische Stadt ist jedoch mit 300.000 Einwohnern Vigo, das einen der weltweit größten Fischereihäfen hat.

 

 

 145 km  O Cebreiro - Pedrafita do Cebreiro

Liñares | Hospital da Condesa | Padornelo | Alto do Poio | Fonfría | Biduedo | As Pasantes | Ramil | Triacastela

Für den weiteren Weg nach Sarria gibt es am Ortsausgang zwei Alternativen:

Die direkte Route führt rechts über San Xil, Calvor und Perros. Der linke Weg führt zum unbedingt sehenswerten Kloster Samos. Danach gibt es wieder zwei Alternativen: Entweder entlang der Landstraße über Alan nach Sarria oder ca. 2 km hinter Samos nach Norden abbiegen, wo wir dann in Perros wieder auf den direkten Weg treffen.

 111 km  Sarria ist eine Stadt mit 14.000 Einwohnern und der letzte und populärste Startort auf dem Camino Francés - vor allem viele Spanier beginnen hier ihren Camino, Es gibt viele Herbergen und zahlreiche andere Unterkünfte in allen Preislagen.

Barbadelo | Mercado de Serra | Brea | Ferreiros | Vilachá

Portomarín

Gonzar | Ligonde | Eirexe - Palas de Rei | San Xulián do Camiño | Leboreiro | Furelos

 55 km  Melide ist ein Städtchen mit 7.500 Einwohner. Hier treffen die Pilger vom Camino Primitivo auf den Camino Francés.

PULPO GALLEGO: Pulperia Ezequiel  -  Pulperia A Garnacha

Boente | Castañeda | Ribadiso

Arzúa ist ein Städtchen mit 6.500 Einwohner. Hier kommen die Pilger vom Camino del Norte auf den Hauptweg.

Santa Irene | El Pino| Amenal | Lavacolla

Monte de Gozo - Ciudad de Vacaciones

 0 km  Santiago de Compostela

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