
Unter dem Jakobsweg wird vor allem der Camino
Francés verstanden, die hochmittelalterliche Hauptverkehrsachse
Nordspaniens, die von den Pyrenäen bis zum Jakobsgrab in Santiago de
Compostela reicht und dabei
Pamplona, Burgos, León, Astorga und Santiago de Compostela verbindet. Die Entstehung des Camino
Francés, des klassischen Jakobsweges,
geht in die erste Hälfte des 11. Jahrhunderts zurück. Seitdem bemühten sich die Herrscher sämtlicher christlichen Reiche in
Nordspanien, durch die Gewährung von Freiheitsrechten, Privilegien und
Steuerbefreiungen Siedler aus Frankreich anzuziehen, um den Camino
Francés mit Marktsiedlungen auszustatten. Die Bezeichnung Camino Francés,
erstmals für das 12. Jahrhundert in belegt,
bezieht sich auf diese Siedler. Von etwa 1050 an häufen sich
Hospitalstiftungen durch Könige, Fürsten, Geistliche, Mönchs- und
Ritterorden. Um 1130 scheinen entlang des Camino Francés in Abständen von
etwa 15 Kilometern Hospitäler bestanden zu haben. Ab dem 14. Jahrhundert
wurde die karitative Infrastruktur durch private oder bruderschaftliche
Stiftungen kleinerer Herbergen weiter verdichtet. Darüber hinaus gibt es verschiedene nicht so bekannte Wege aus Spanien
und Portugal. Heute benutzen etwa 70 % aller Pilger
diesen Weg.
Der Camino Francés beginnt an den beiden Pyrenäenpässen von Ibañeta (Navarra) und Somport (Aragon). Diese zwei Stränge vereinigen sich bei Puente la Reina (Navarra). Von dort führt der Weg über Logroño, Burgos, León, Astorga und Sarria bis zum Ziel nach Santiago de Compostela. Der Weg ist auch als spanischer Fernwanderweg GR-65 markiert.
Der Camino Frances entspricht in Spanien dem GR65 Fernwanderweg (Gran
Recorrido).
In Frankreich bezeichnet GR65 (Sentier de Grande Randonnée) den Pilgerweg
von Le Puy nach Saint-Jean-Pied-de-Port (Via Podiensis).
Auch der Europäische
Fernwanderweg E3 enthält u.a. den Camino Frances und die Via Podiensis.
Mehr als 70 % aller Jakobs-Pilger sind auf dem Camino Francés unterwegs. Das bedeutet einerseits, dass der Weg sehr gut markiert ist und viele Herbergen und andere Unterkünfte für die Pilger bereitstehen, was eine flexible Etappengestaltung erlaubt. Auf der anderen Seite sind in der Hauptsaison derartig viele Pilger unterwegs, dass es manchen Pilgern schwerfällt die gesuchte Einsamkeit und Spiritualität zu finden.
| Für die Anreise nach
SJPP empfehle ich die Bahn. Zunächst fährt man mit
den schnellen Intercity, Thalys- oder TGV Verbindungen nach Paris (Gare de
l'Est). Dann fährt man weiter mit der Metro zum Gare Montparnasse, von wo
die TGVs über Bordeaux nach
Bayonne
La Voie de la Nive ist ein schöner Wanderweg, der Sie von Bayonne entlang des Flüßchens Nive in 3-4 Tages-Etappen nach SJPP führt. |
Bevor Sie sich auf den Weg über den Pyrenäenkamm nach Roncesvalles machen, sollten Sie sich hier
unbedingt nach den Wetteraussichten und dem Zustand der Wege erkundigen -
Warnungen sollten Sie ernst nehmen!
Obwohl man sich schon in den Pyreänen befindet, liegt SJPP nur 170 m hoch
und auf der ersten Etappe (25 km) werden wir über die Route Napoleon auf den
Col de Lepoeder auf 1437 m Höhe steigen, um dann über den
Ibañeta-Pass (1057
m) nach Roncesvalles auf 962 m abzusteigen.
| Als Baskenland (franz.: Pays Basque, bask.: Euskadi, span.: Pais Vasco) wird das französische Department 64 und in Spanien die beiden autonomen Gemeinschaften Pais Vasco (Euskadi) und Navarra bezeichnet. Baskisch (Euskara) wird von 700 Tsd. Menschen gesprochen und viele Orte haben baskische Namen. Die baskische Sprache ist mit keiner der in Euopa verbreiteten indogermanischen Sprachen verwandt. Während des Franquismus wurde der Gebrauch der baskischen Sprache unterdrückt. |
Auf dem Ibañeta-Pass werden Sie durch eine Kapelle und einen Monolithen an die Rolandsschlacht erinnert, die im Jahre 778 in diesem Hochtal stattgefunden hat. Roland (span.: Roldan) war.ein Feldherr Karls des Großen (franz.: Charlemagne - span.: Carlomagno), der mit seinem Heer beim Rückzug von einem Feldzug gegen die Mauren hier in einen Hinterhalt geriet und getötet wurde. Entgegen der Legende waren es nicht die Mauren sondern die Basken, die dem Heer Karls des Großen diese empfindliche Niederlage beibrachten. Im Mittelalter enstand aus der Geschichte der Schlacht von Roncesvalles das Rolandslied, ein altfranzösisches Versepos über das heldenhafte Ende Rolands.
Höhenprofil des Camino Francés
Santiago
SJPP
Die
autonome Gemeinschaft
Navarra
(bask.: Nafarroa)
hat 650.000 Einwohner und hatte schon lange vor der spanischen
Verfassung von 1978 eine weitgehende Autonomie (Fueros), die auf die
lange Geschichte des
ehemaligen
Königreichs Navarra zurückgeht. Im
Norden Navarras ist Baskisch neben dem Spanischen offizielle
Sprache.
Nachdem wir nun den Pyrenäenkamm auf einer der oben beschriebenen Routen
überwunden haben kommen wir hinab nach
745 km Roncesvalles
(franz.: Roncevaux - bask.: Orreaga)
- dieser Ort (1066 m) mit dem alten Augustinerkloster (Real Colegiata de
Santa Maria)
von 1132 war und ist immer noch eine wichtige Station auf dem
Jakobsweg.
Heute gibt es hier eine der größten und modernsten
Pilgerherbergen "Itzandegia" - die alte Pilgerherberge auf der anderen Seite der Straße
wird nur noch geöffnet, wenn in der Hochsaison die neue Herberge voll ist.
Außerdem gibt es hier noch vier komfortablere Unterkünfte:
Posada - Hotel - Casa
de Beneficiados - Casa
Sabina. Wenn Sie nicht zu müde sind, dann gibt es noch einiges, was
sich anzuschauen lohnt: die große gotische Klosterkirche, die kleine
Pilgerkirche, zwei Kapellen und das Klostermuseum. Nicht versäumen sollten
Sie die stimmungsvolle Pilgermesse mit Segen. Anschließend nehmen Sie das
Pilgermenu ein, für das Sie sich gleich nach der Ankunft anmelden sollten.
Am Nachmittag kommt ein
Bus von Pamplona, der besonders an den Wochenenden
viele Wanderer nach Roncesvalles bringt. Übrigens: in Roncesvalles gibt es
außer den Automaten in der Herberge keine Einkaufsmöglichkeiten.
Nachdem Sie in der Klosterherberge mit Chorälen geweckt worden sind, passieren Sie bald im Wald ein uraltes Pilgerkreuz und es geht auf angenehmen Wegen hinunter nach Burguete (bask.: Auritz) und weiter über Espinal (bask.: Aurizbem), Bizkarreta-Gerendiain nach Lintzoain, wo dann der Aufstieg zum Erro-Pass (801 m) beginnt. Danach geht es auf steinigen Wegen teilweise steil bergab und wir kommen nach Zubiri (bask.: Esteribar) auf 526 m, wo eine alte Steinbrücke (Puente de la Rabia) den Rio Arga (ein Nebenfluss des Ebro) überquert. Dieser Fluß wird uns jetzt eine Weile begleiten und über die Dörfer Larrasoaña, Zuriáin, Iroz und Zabaldica kommen wir nach Villava (bask.: Atarrabia), wo eine Brücke beim Kloster Trinidad de Arre (mit schöner Pilgerherberge) wieder den Rio Arga überquert. Villava hat 10.000 Einwohner und wir befinden uns jetzt schon im Großraum Pamplona. Über den sich nahtlos anschliesenden Vorort Burlada sind wir bald in Pamplona und betreten die Stadt über die mittelalterliche Pilgerbücke "Puente Magdalena", die den Rio Arga überquert.
700 km Pamplona
(bask.: Iruñea) ist die Hauptstadt der autonomen Region Navarra und hat ca.
200.000 Einwohner. Die Stadt liegt am Rio Arga auf 450 m Höhe. Das Stadtbild
wird von einer großen gut erhaltenen Zitadelle und der großen gotischen
Kathedrale Santa Maria la Real geprägt - die Plaza del Castillo ist
dasZentrum der Stadt.
Paderborn ist die deutsche Partnerstadt Pamplonas und die Jakobusfreunde Paderborn unterhalten direkt am Ufer des Rio Arga eine sehr schöne Pilgerherberge "Casa Paderborn". Darüber hinaus gibt es in Pamplona viele weitere Herbergen und Unterkünfte in allen Preisklassen - die Zahl der Bars und und Restaurants ist so groß wie in kaum einer anderen Stadt. Auch in Pamplone können Sie natürlich noch Ihre Ausrüstung ergänzen, z.B. bei Caminoteca. Manche stellen auch hier schon fest, dass sie zuviel im Rucksack mit sich herumschleppen - mit der Post CORREOS könnten Sie diese Sachen nach Hause schicken.
| Anreise nach Pamplona: Mit dem Zug RENFE Von Madrid (3-4 h),Barcelona (4 h) und Irun (2 h). Es gibt viele Fernbus-Verbindungen mit spanischen Städten sowie Bayonne und Paris. Der Flughafen PNA wird nur von spanischen Airlines angeflogen. |
Wir
verlassen jetzt Pamplona durch das neue Universätsviertel und gehen über den
Vorort Cizur Menor auf einen eindrucksvollen Bergkamm zu.
Über Zariquiegui
steigen wir den anstrengenden Pfad hinauf auf den Alto
del Perdón (753 m), wo uns die Statue der Nuestra Señora del Perdón und
die eiserne Skulptur eines Pilgerzuges begrüßt. Die Skulptur wurde gestifte
von einem Energieunternehmen, das auch die vielen Windkraftanlagen auf dem
Bergkamm betreibt. Die Inschrift lautet: "Donde se cruza el
camino del viento con el de las estrellas" (Wo sich der
Sternenweg mit dem Weg des Windes kreuzt). Nachdem wir die grandiose
Aussicht genossen und uns etwas erholt haben, geht es auf einem steinigen
Weg hinunter nach Uterga,
wo es ein gutes Restaurant mit Pilgerherberge (Camino del Perdon)
gibt. Wenn Sie sich noch frisch fühlen können Sie allerdings auch auf guten
Wegen über Murazabal (ein kurzer Umweg könnte Sie nach
Eunate
führen, wo sich eine geheimnisvolle achteckige Templerkirche
Santa Maria de Eunate befindet)
und Obanos-nach Puenta la
Reina weitergehen.
675 km Puente
la Reina
(bask.: Gares) - hier erreicht auch der vom
Somport-Pass kommende Camino Aragones den Hauptweg. In diesem Städtchen überquert die gleichnamige Brücke den Rio Arga. Die Brücke wurde in
der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts von einer navarresischen Königin
gestiftet und von den Pilgern gerne angenommen. Der daraufhin folgende
Ansiedlung von Franken, der Erhalt der Stadtrechte und das weitere Wachstum
der Stadt mit Hilfe der Templer und Johanniter ist ein Musterbeispiel für
die wirtschaftliche Entwicklung von Orten am Jakobsweg.
Bevor wir weitergehen, möchte ich Ihnen drei alternative Wege für den Anfang des Camino Francés vorstellen:
Camino Aragones (178 km)
|
Camino Baztanes (93 km)
|
Camino Vasco (206 km)
|
|
|
Eine recht unbekannte Variante
ist der Camino Baztanés (franz.: Voie du Baztan),
der von Bayonne
|
Der Baskische Weg, auch manchmal Camino Vasco del Interior oder Ruta de Bayona genannt, führt von der Grenzstadt Irun durch das Baskenland über Tolosa, Vitoria-Gasteiz und Haro nach Santo Domingo de la Calzada, wo er auf den Camino Frances trifft. Vom 10. bis ins 13. Jahrhundert war dies der sicherste Weg, um im Norden die Gefahren einer Begegnung mit den Normannen und im Süden mit den Mauren zu vermeiden. Eine Variante führt über Miranda de Ebro nach Burgos. |
Nachdem wir über die Puente la Reina zum letzten Mal den Rio Arga
überquert haben, muss erst ein steiler Anstieg genommen werden, bevor wir
dann durch Getreidefelder und Weinberge über Mañeru
in das wunderschöne Städtchen
Cirauqui gelangen. Die Albergue
Maralotx ist sehr zu empfehlen. Danach überqueren wir auf einer
mittelalterlichen Steinbrücke den schon im Codex Calixtinus erwähnten Rio
Salado und erreichen dann Lorca.
Über Villatuerta kommen
wir in das Tal des Rio Ega und erreichen dann die Stadt
655 km Estella (bask.:
Lizarra) - hier leben 14.000 Einwohner und Estella ist schon seit vielen
Jahrhunderten eine der wichtigsten Stationen des Jakobswegs.
Kloster Irache | Bodegas Irache
Azqueta | Villamayor de Monjardín
Los Arcos - La Fuenta - Casa de Austria
Sansol | Torres del Río | Viana
La Rioja
ist.mit 320.000 Einwohnern die kleinste der autonomen Regionen
Spaniens und entstand erst 1982 im Verlauf der Reformen nach dem
Tode Francos. Bis dahin gehörte sie als Provinz Logroño zu Castilla
y Leon. Der Name ist vom Rio Oja abgeleitet, der durch die Region
fließt und in den Ebro mündet. Bekannt ist die fruchtbare Region vor
allem durch das Weinanbaugebiet
DOC Rioja - der Rioja ist einer der
weltbesten Rotweine und wird nach mehreren Jahren Lagerzeit immer
besser.
Auf dem Weg hinunter nach Logroño kommen wir am Stand von Doña Felisa vorbei, wo sie viele Jahre lang die Pilger begrüßt und mit Getränken oder Obst erfrischt hat. Sie war eine Institution auf dem Jakobsweg, an der kein Pilger vorgeiging. Auf ihrem Pilgerstempel ist zu lesen: "Felisa - Higos, Agua y Amor" Nachdem Doña Felisa 2002 gestorben ist, führt ihre Tochter Maria Mediavilla diese Tradition fort. ("Engel am Wegesrand" ein Bericht im SPIEGEL)
605 km Logroño
ist die Hauptstadt der autonomen Gemeinschaft La Rioja und hat 150.000 Einwohner
- sie ist auch das Zentrum des Weinanbaus. In der vorletzten Septemberwoche
findet das große Weinfest San Mateo statt - dann sind Unterkünfte knapp.
Nájera 9.000 Einwohner - ehem. Benediktinerkloster Santa Maria la Real...
Ein lohnender Umweg führt über ... zum
Kloster San Millán de la Cogolla
UNESCO Weltkulturerbe
Monasterio -
Hosteria
del Monasterio de San Millan
Über ... gelangen wir in
Cirueña
auf den Camino Frances.
555 km Santo
Domingo de la Calzada
hat 7.000 Einwohner
und hat eine lange Tradition in der Geschichte des Jakobswegs.
Gründer: Domingo Garcia
Benediktinerinnen-Kloser - Herberge und Hospederia
2 Paradores
Wir verlassen Santo Domingo auf der Brücke über den Rio Oja und kommen nach Grañón, den letzten Ort des Jakobsweges in La Rioja. Hier unterhält die Fränkische St. Jakobus-Gesellschaft Würzburg die wunderschöne Herberge San Juan Bautista.
Die
autonome Gemeinschaft
Castilla y León
hat 2,5 Mio Einwohner
und ist als der ältere Teil
Kastiliens
unzweifelhaft das Kernland Spaniens. Es umfasst 9 Provinzen und die
Hauptstadt ist das wenig bekannte
Valladolid. Auf dem
Camino Frances werden wir die Provinzen
Burgos
,
Palencia und
León
durchqueren Die vorherrschende Landschaft ist die
Meseta, die 650
- 900 m hohe Ebene mit kalten Wintern und heißen Sommern, auf der meist Getreide angebaut und Schafzucht betrieben
wird. Im Westen Leons werden wir dann zwei interessante andere Landschaften
kennenlernen.
Provinz Burgos Redecilla del
Camino | Castildelgado | Viloria
de Rioja | Villamayor
del Río | Belorado Tosantos | Villambistia | Espinosa
del Camino |
480 km Burgos
Das königliche Zisterzienser-Kloster
Santa Maria la Real de
las Huelgas
Rodrigo Díaz de Vivar, genannt El
Cid Tardajos | Rabé
de las Calzadas | Hornillos
del Camino | San Bol | Hontanas | San
Anton de Castrojeriz 440 km Castrojeriz Puente
de Itero | Itero
de la Vega | Boadilla
del Camino Frómista hat
eine wunderschöne romanische Kirche,,, In Población
de Campos haben wir die Wahl entweder direkt an der Landstraße über Villarmentero
de Campos weiter zu gehen oder den kleinen aber schöneren Umweg
über Villovieco zu
nehmen. In Villalcázar
de la Sirga mit seiner gewaltigen Kirche laufen die beiden Wege wieder
zusammen. 400 km Carrión
de los Condes hat 2.500 Einwohner... Calzadilla
de la Cueza | Ledigos | Terradillos
de los Templarios | Moratinos | San
Nicolás del Real Camino 360 km Sahagún
hat
3.000 Einwoher... In Calzada
del Coto gabelt sich der Weg. Nach rechts folgt der Camino der
alten Römerstraße Via Trajana nach Calzadilla
de los Hermanillos. Nach links geht es auf der etwas populäreren
Variante über Bercianos
del Real Camino und El
Burgo Ranero nach Reliegos,
wo wir wieder auf den anderen Weg treffen Mansilla
de las Mulas | Villarente | Arcahueja | Valdelafuente
Der Weg aus León heraus nach
Virgen
del Camino geht durch ein großes
Industrie- und Gewerbegebiet und ist wenig attraktiv. Wer das vermeiden
will, kann vom Stadtzentrum den Bus 1a nehmen. Nicht weit
von der modernen Wallfahrtskirche gabelt sich der Camino in zwei Routen:
Die kürzere Route führt neben der Nationalstraße über
Villadangos
del Páramo und San
Martín del Camino. Die wesentlich schönere Strecke führt durch ein
Naturschutzgebiet über
Villar de Mazarife
und Villavante. Vor der noch aus der Römerzeit stammenden 20-bogigen Brücke
über den Rio Órbigo laufen die beiden Wege wieder zusammen und nach
Überquerung der Brücke erreichen wir
Hospital
de Órbigo, das seinen Namen erhielt, als im 16. Jahrhunderts der
Johanniterorden ein Krankenhaus an dieser wichtigen Brücke eröffnete. Nach
dem Ort gabelt sich der Weg erneut: Die empfohlene Route geht durch ein
Naturschutzgebiet über
Villares de Órbigo und
Santibáñez
de Valdeiglesias. Nachdem wir das steinerne Wegkreuz von
Santo Toribio passiert haben, kommen wir nach San
Justo de la Vega, wo auch die andere, an der Landstraße entlang
verlaufende Route ankommt. Jetzt ist es nicht mehr weit nach Astorga.
Die Maragateria
ist eine kleine Comarca um ihren Hauptort Astorga herum, in der immer noch
ein historische Brauchtum gepflegt wird. Traditionell verdienten die
Bewohner dieser armen Region ihren Lebensunterhalt als Fuhrleute. Das
beeinflusste nicht nur die Anlage der Dörfer mit reichlich Platz für die
Fuhrwerke sondern auch die Kleidung der Fuhrleute und eine besondere Tracht
der Frauen. Der Cocido
maragato ist ein für diese Gegend typisches Eintopfgericht mit
Kichererbsen. Murias
de Rechivaldo
Rabanal
del Camino | Foncebadón Das Cruz
de Ferro ist ein recht kleines Eisenkreuz, das auf einen Baumstamm
montiert in den Montes de León auf 1500 m Höhe den höchsten
Punkt des Camino Francés am Monte Irago markiert. Vorläufer
des Wegkreuzes sollen angeblich bis in römische oder sogar keltische Zeiten
zurückgehen, bevor dieser Ort von einem Eremiten christianisiert wurde. Der
ursprünglich nicht christliche Brauch, am Cruz de Ferro einen Stein
abzulegen, wird inzwischen problemlos in religiös
motivierte Wallfahrten integriert, indem der von zu Hause mitgebrachte Stein
als Symbol der auf dem Weg hinter sich gelassenen Sorgen oder Sünden
betrachtet wird. Manche Pilger nutzen das Cruz de Ferro auch, um am
Baumstamm des Kreuzes persönliche Dinge, Briefe oder Votivgaben anzubringen
El
Acebo | Riego de
Ambrós | Molinaseca 200 km
Ponferrada ist
die Hauptstadt des Bierzo und hat 68.000
Einwohner. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind das
Castillo de
Ponferrada, eine mittelalterliche Templerfestung aus dem 12.
Jahrhundert, die Renaissance-Basilica de la Encina und das alte Stadttor
Torre del Reloj. Für Radfahrer ist dies der letzte Startort um die Bedingungen für die
Compostela zu erfüllen.
Wegalternative nach Cacabelos über Narayola zum beeindruckenden Kloster
Monasterio de Santa María de Carracedo mit Ursprung im 10. Jahrhundert
- jetzt
ist das Kloster ein Museum. Dieser Weg ist ca. 4-5 km länger als die
direkte Route Cacabelos hat
5.500 Einwohner un ist das Zentrum des Weinbaugebietes
DOC Bierzo. Sehr empfehlenswert ist der Umweg durch die Weinberge über Valtuille de Arriba
- damit vermeiden Sie die Route entlang der Straße. Villafranca
del Bierzo ist ein hübsches Städtchen mit 3.500 Einwohner. Gnadenpforte - Parador Jetzt gibt es zwei Varianten: 1. Die eine führt über Pereje entlang der seit der Fertigstellung der
Autobahn wenig befahrenen Nationalstraße mit einem von der Fahrbahn
abgeteilten Streifen für Fußgänger und Radfahrer. 2. Die andere ist der ca. 12 km lange „harte Weg” (Camino duro).
Steil und beschwerlich aber landschaftlich wunderschön und abseits des
Verkehrs. Einsamkeit und Stille sind der Lohn für den beschwerlichen Weg.
Bei unbeständigem Wetter oder Schlechtwetterwarnung auf keinen Fall den
‚Camino duro’ begehen!”. Für jemanden, der über geringe alpinistische
Erfahrung verfügt und etwas Ausdauer mitbringt leicht machbar. Markierungen
sind ok. In Trabadelo vereinigen
sich die beiden Wege wieder. La
Portela de Valcarce | Ambasmestas | Vega
de Valcarce | Ruitelán | Las
Herrerías | La Faba | Laguna
de Castilla
Liñares | Hospital
da Condesa | Padornelo | Alto
do Poio | Fonfría | Biduedo | As
Pasantes | Ramil | Triacastela Für den weiteren Weg nach Sarria gibt es am Ortsausgang
zwei Alternativen: Die direkte Route führt rechts über San Xil, Calvor
und Perros. Der linke Weg führt zum unbedingt sehenswerten Kloster
Samos. Danach
gibt es wieder zwei Alternativen: Entweder entlang der Landstraße über Alan
nach Sarria oder ca. 2 km hinter Samos nach Norden abbiegen, wo wir dann in
Perros wieder auf den direkten Weg treffen. 111 km Sarria
ist eine Stadt mit
14.000 Einwohnern und der letzte und populärste Startort auf dem Camino
Francés - vor allem viele Spanier beginnen hier ihren Camino, Es gibt viele
Herbergen und zahlreiche andere Unterkünfte in allen Preislagen. Barbadelo | Mercado
de Serra | Brea | Ferreiros | Vilachá Gonzar | Ligonde |
Eirexe - Palas
de Rei | San
Xulián do Camiño | Leboreiro | Furelos 55 km Melide ist
ein Städtchen mit
7.500 Einwohner. Hier treffen die Pilger vom Camino Primitivo
auf den Camino Francés. PULPO GALLEGO: Pulperia Ezequiel
- Pulperia A Garnacha Arzúa ist ein
Städtchen mit 6.500
Einwohner. Hier kommen die Pilger vom Camino del Norte auf
den Hauptweg. Santa
Irene | El
Pino| Amenal | Lavacolla Monte
de Gozo -
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Von
Vilafria, einem Vorort von Burgos, bis zum Zentrum geht es
gut 10 km weit durch
triste Vorstädte und Gewerbegebiete. Wer sich das nicht antun möchte, kann
hier in einen Bus steigen. Es gibt eine südliche
Alternativroute, die zum großen Teil am Rio Arlanzon
entlang führt und deutlich schöner - mittlerweile auch gut markiert.
180.000
Einwohner
Die gotische
Kathedrale von
Burgos
ist seit 1984 auf der Liste des
UNESCO-Weltkulturerbes
300 km León
hat
140.000 Einwohner und war die Hauptstadt des
Königreiches León,
eines wichtigen Vorläufers des spanischen Staates. Der Name der Stadt stammt
nicht, wie man annehmen könnte vom Löwen ab, sondern von Legio,
der römischen Legion, die seinerzeit hier stationiert war. Nach dem
Niedergang des Römischen Reiches wurde die Stadt von den Westgoten erobert.
Im Jahre 712 besetzten die Mauren die Stadt, die erst 856 durch die Asturier
wieder zurück gewonnen wurde. Im Jahre 914 wurde sie zur Hauptstadt des
gleichnamigen Königreiches und damit für run 200 Jahre zur wichtigsten
christlichen Stadt auf der iberischen Halbinsel. Von Anfang an war León eine
wichtige Station auf dem Jakobsweg. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten
sind die gotische Kathedrale
Santa Maria de
Regla, die romanische
Basilica San
Isidoro und das im Renaissance-Stil erbaute
Convento de San Marcos, das heute ein Museum und einen Parador
beherbergt. Bemerkenswert ist darüber hinaus das von
Antoni Gaudí im
neogoitschem Stil erbaute Handelshaus
Casa Botines. León
ist auch für die hier stattfindenden Feiern und Prozessionen während der
Semana Santa
(Karwoche) bekannt. Das
Kloster der Benediktinerinnen betreibt eine große Pilgerherberge und
daneben mit der Hospedaria Pax
auch ein Hotel.
250 km Astorga ist eine
Stadt mit 12.000
Einwohnern am Fuße der Montes de León, die bis in keltische Zeiten
zurückgeht und von den Römern als Asturica Augusta
im Jahre 17 v.Chr. übernommen wurde. Es war lange Zeit ein römisches
Verwaltungszentrum für den Westen Hispanias und zeitweise
war es Standort einer Legion. Von hier aus wurden auch die Goldminen in den
Montes de León und im Bierzo (Las Medulas) ausgebeutet. Zwischen Astorga und
Merida bzw. Sevilla verläuft die von den Römern ausgebaute
Via de la Plata,
eine bis in die Neuzeit wichtige Verkehrsachse in Nord-Süd-Richtung. In der
Völkerwanderungszeit wurde die Stadt westgotisch und die Bevölkerung trat
zum christlichen Glauben über. Im Jahre 714 wurde sie durch die Mauren
besetzt, aber bereits 753 durch die Reconquista wieder zurückerobert. Seit
dem Jahre 850 ist Astorga wieder Bischofssitz und mit der zunehmenden
Popularität von Santiago de Compostela profitierte auch Astorga von seiner
Lage am Jakobsweg. Sehenswert sind die aus dem 8. Jahrhundert stammende
Kathedrale Santa
Maria, der von
Antoni Gaudí erbaute neogotische
Bischofspalast (heute ein Museum),
das Rathaus und
zahlreiche römische Ausgrabungen. Während des goldenen Zeitalters gelangte
Astorga mit den Kolonialwaren Kakao und Zucker in Kontakt, die von den
galicischen Häfen nach Madrid transportiert wurden. Daraus entwickelte sich
eine bis heute fortdauernde Tradition der Herstellung von Schokoladen und
anderen Süßigkeiten.
|
Castrillo
de Polvazares
| Santa
Catalina de Somoza | El
Ganso
Nach dem Bergkamm mit dem Eisenkreuz geht es über
Manjarín bergab in eine
besondere Landschaft, die Comarca Bierzo.
Das ist ein Becken im äußersten Westen der Provinz Leon auf etwa 500 m
Höhe, das von bis zu 2000 m hohen Bergen umgeben ist. Im Westen
grenzt es an Galicien und es hat aufgrund seiner geographischen Isolation
seine historischen Eigenheiten bis heute bewahrt.
Camino del Invierno - 210 km
Der Winterweg ist ein recht selten
benutzter Camino, der von Ponferrada aus auf einer südlicheren Route
als der Hauptweg, den im Winter schwierigen Weg über O Cebreiro
vermeidet. Über
Las Medulas (UNESCO
Weltkulturerbe) erreicht man Lalin, wo man auf den
Camino Sanabres trifft und darauf weiter nach Santiago geht.
Columbrianos
(Viejo Camino) | Camponaraya
Galicia
ist.eine autonome Gemeinschaft im Nordwesten Spaniens.
Galicien hat 2,8 Mio Einwohner und hier ist neben dem Spanischen
auch das mit dem Portugiesischen verwandte Galicisch (span,:
gallego) Amtssprache. Der Name Galicia geht auf die Kelten (lat.: Gallaeci)
zurück, die im Altertum hier lebten. Im Zuge der Demokratisierung Spaniens in den
1970er Jahren wurde Galicien neben Katalonien, Navarra und dem
Baskenland als eine der historischen Nationalitäten Spaniens
anerkannt und erhielt deshalb 1980 als eine der ersten Regionen ein
Autonomiestatut. Galicien besteht aus den vier Provinzen
A Coruna,
Pontevedra,
Lugo und
Ourense -
die Regionalregierung (Xunta de Galicia) hat ihren Sitz in Santiago
de Compostela. Die größte galicische Stadt ist jedoch mit 300.000
Einwohnern
Vigo, das einen der weltweit größten Fischereihäfen hat.
145 km O Cebreiro
- Pedrafita do
Cebreiro
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