
| Costa
oder Norte? Lassen Sie sich nicht verwirren: Beide Namen werden oft für die gesamte Strecke benutzt. |
| Für die
Anreise nach
Hendaye ist die Bahn die beste Lösung. Mit
den schnellen Intercity, Thalys oder TGV erreicht man Paris und von
dort fährt man weiter mit dem TGV über Bordeaux nach
Hendaye. Die nahe gelegenen Airports von Biarritz BIQ und San Sebastian EAS haben leider keine Verbindungen zu deutschen Flughäfen. |
Zwischen dem heutigen Hauptweg, dem Camino Francés und dem Küstenweg haben sich im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Routen entwickelt. Es spiegelt die Entwicklung.der spanischen Reconquista wider. Im 9, Jahrhundert kamen die meisten Pilger auf dem Camino Primitivo oder dem Camino del Norte nach Santiago. Diese Wege waren schwierig, weil sie oft durch die Berge führten und Flußmündungen umgangen oder mit dem Boot überwquert werden mussten - auch das rauhe Klima und die Überfälle der Wikinger stellten an der Küste weitere Gefahren dar. Ab dem 10. Jahrhundert wurden weitere Gebiete von den Mauren zurückerobert und der Jakobsweg verschob sich in die leichter zu gehende Route über die Meseta. Darüber hinaus wurde der Camino Francés dadurch populärer, dass von den lokalen Herrschern die Ansiedlung von Bauern und Kaufleuten gefördert wurde und viele Klöster entstanden.
Als Baskenland (franz.: Pays Basque, bask.: Euskadi, span.: Pais Vasco) wird das französische Department 64 und in Spanien die beiden autonomen Gemeinschaften Pais Vasco (Euskadi) und Navarra bezeichnet. Baskisch (Euskara) wird von 700 Tsd. Menschen gesprochen und viele Orte haben baskische und spanische bzw. französische Namen. Die baskische Sprache ist mit keiner der in Euopa verbreiteten indogermanischen Sprachen verwandt. Während des Franquismus wurde der Gebrauch der baskischen Sprache unterdrückt.
Die
autonome Gemeinschaft
Pais Vasco
(bask.: Euskadi)
hat 2,2 Mio Einwohner und gehört zu den wohlhabendsten Regionen in Spanien .
Sie besteht aus den drei Provinzen
Gipuzkoa (span.: Guipúzcoa),
Bizkaia (span.: Vizcaya)
und Álava (bask.: Araba) -
der Verwaltungssitz ist in
Vitoria-Gasteiz.
Das Pais Vasco erhielt 1979 als eine der ersten Regionen
einen Autonomiestatus und Baskisch ist neben Soanisch Amtssprache. Trotz des
Autonomiestatuts existiert eine aktive Unabhängigkeitsbewegung. Mehrere
baskische Parteien und die Untergrundorganisation
ETA treten
für die Unabhängigkeit eines vereinten Baskenlandes unter Einschluss
Navarras und
der baskischen Gebiete in Frankreich ein.
| In Irun beginnt auch der Camino Vasco, der durch das Baskenland über Tolosa, Vitoria-Gasteiz und Haro nach Santo Domingo de la Calzada führt, wo er auf den Camino Frances trifft. Eine Variante zweigt in Vitoria-Gasteiz ab und führt nach Burgos. |
835 km
Die Stadt Donostia - besser bekannt als San
Sebastián
- hat 190.000 Einwohner und ist der Hauptort der Provinz Gipuzkoa.
Die bekannteste Attraktion ist die wundereschöne Bucht, die nach ihrer
muschelartigen Form La Concha genannt wird mit der langen
Strandpromenade (Paseo) - auch die Altstadt mit viel Jugendstil-Architektur
sollte nicht vergessen werden. Im Sommer zieht San Sebastán mit Museen,
zahlreichen Veranstaltungen und Festen viele Gäste an. Es ist ohne zu
übertreiben eine.der schönsten Städte Europas und wenn es in Ihren Plan
passt, sollten Sie hier einen Tag bleiben. Übrigens: Tapas nennt man hier
Pintxos und die muss man unbedingt probieren. Die Stadt wurde zur Kulturhauptstadt
Europas für das Jahr 2016 gewählt.
| Am 26. April 1937 wurde Gernika durch einen Bombenangriff der deutschen Legion Condor, die General Franco unterstüzte, vernichtet. Pablo Picasso stellte das Grauen des ,modernen Krieges in seinem Gemälde "Guernica" dar - es ist wohl sein berühmtestes Gemälde. Trotz der Tragödie sind Deutsche heute wieder willkommene Gäste. |
So gebirgig kann die Küste sein: Zunächst geht es wieder den Berg hinauf und dann hinunter zum Golf von Biskaya nach Orio. Weiter geht es über Zarautz und Zumaia nach Deba. Jetzt geht es wieder richtig bergauf und wir erreichen 500 m Höhe um dann wieder nach Markina-Xemein auf 100 m herunter zu steigen. Über viele kleinere Steigungen erreichen wir schließlich auf Meereshöhe Gernika (Guernica) - es gehört bereits zur Provinz Bizkaia. Von Gernika aus geht es wieder in die Berge und hinter Morga erreichen wir abermals 300 m Höhe um danach nach Lezama auf 100 m hinabzusteigen. Jetzt sind es nur noch 15 km bis Bilbao, aber vorher müssen wir noch eine Steigung auf 360 m Höhe bezwingen, von wo man eine großartige Aussicht auf Bilbao hat, bevor es steil hinab in die Stadt am Meer geht.
705 km
Bilbao
(bask.: Bilbo) ist die Hauptstadt der Provinz Bizkaia und
hat 350 Tsd. Einwohner (900 Tsd. im Großraum), womit sie die größte Stadt
des Pais Vasco ist und zu den zehn größten spanischen Städten zählt. Sie ist
die wichtigste Hafen- und Industriestadt des Baskenlandes.
Aufgrund der Mitte der 1990er Jahre begonnen Neukonzeption derStadt ist
Bilbao mittlerweile auch ein Ziel für Touristen geworden. So baute der
weltbekannte britische Architekt Sir Norman Foster die Bahnhöfe der neuen
Metrolinie und der nicht weniger bekannte spanische Architekt Santiago
Calatrava entwarf die Zubizuri Brücke über den Rio Nervion. Die meisten
Besucher zieht zweifellos der im Jahre 1997 eröffnete spektakuläre Neubau
des Guggenheim
Museums
an - es
ist eines von sieben Museen der amerikanischen Guggenheim Foundation.
Schwerpunkt ist die zeitgenössische Kunst des 20. Jahrhunderts - darüber
hinaus finden hier auch immer wieder bedeutende temporäre Ausstellungen statt.
Nicht vergessen werden sollte die Altstadt mit ihren engen Gassen und die
vor allem für Pilger interessante gotische Kathedrale Santiago aus dem 14.
Jahrhundert. Durch die Neukonzeption ist zusammen mit der Lage zwischen Meer
und den umliegenden Bergen eine attraktive und lebhafte Stadt entstanden,
die Ihre Aufmerksamkeit verdient.
| Von Bilbao aus führt der fast vergessene Viejo Camino de Santiago nach Villafranca del Bierzo, wo er auf den Camino Francés trifft. |
Danach verlassen wir die Ria und gehen über ein paar Hügel weiter, um dann bei Playa La Arena wieder ans Meer zu kommen. Weiter über Pobeña an der Küste entlang verlassen wir jetzt das Baskenland.,
Die
autonome Gemeinschaft
Cantabria
wurde 1981 begründet, ist mit 600 Tsd.
Einwohnern eine der kleinsten und besteht nur aus der gleichnamigen Provinz.
Die Hauptstadt ist Santander. Kantabrien hat schöne Strände
aber auch eindrucksvolle Berge mit den
Picos de Europa, die eine Höhe von über 2600
m errreichen. In diesem Gebirge begann 722 die
Reconquista mit der Schlacht von Covadonga.
Kantabrien hatte in der Geschichte immer eine gewisse Selbständigkeit, ohne
aber ein Königreich zu bilden und wurde eher als eine nördliche Provinz von
Kastilien betrachtet, für das Santander im Mittelalter ein wichtiger Hafen
war.
Von Onton, dem ersten Ort in Kantabrien sind es noch etwa 20 km, teils am Meer entlang, teils landeinwärts, bis nach Castro Urdiales.
650 km Castro Urdiales ist eine in den letzten 15 Jahren stark gewachsene Stadt mit 32.000 Einwohnern und hat einem schönen Fischereihafen. Von hier geht es weiter auf küstennahen Wegen bis nach Islares. hier verlassen wir die Küste und es gibt mindestens zwei verschiedene Wege bis wir die wunderschöne Bucht von Laredo erreichen.
610 km Laredo ist ein sehr beliebter Ferienort und hat außer seinem herrlichen Sandstrand, der 4 km langen Strandpromenade auch eine hübsche Altstadt. Um unser nächstes Ziiel, das Hafenstädtchen Santoña, zu erreichen, gehen wir nach Westen bis zum Ende der Promenade, wo von El Puntal eine Personenfähre die Ria überquert. Etwa 6 km länger ist der Landweg über Colindres.
Von Santoña gehen wir zum Strand von Berria und dort weiter am Strand entlang bis nach Noja, wo wir die Küste verlassen und auf einer der beiden Routen nach Güemes wandern. Jetzt sind es nur noch 15 km bis nach Santander, das wir über zwei verschieden Routen erreichen können. die vor Somo (Ribamontán al Mar) wieder zusammenlaufen. von wo uns eine kleine Personenfähre über Pedreña nach Santander bringt.
| Falls Sie Ihren Camino in Santander beginnen wollen: Ryanair verbindet den Flughafen SDR mit Hahn HHN und Weeze NRN. |
Santa Cruz de Bezana - Boo de Piélagos (Piélagos) 545 - Puente de Arce-Mogro (Miengo) 543 - Requejada (Polanco) - Camplengo -
Ein paar Kilometer südlich unserer Route liegt die Industriestadt
Torrelavega, die
55.000 Einwohner hat. Von hier aus führt die Ruta de Campoo,
ein alter Handelsweg, nach Carrión
de los Condes auf dem Camino Francés.
520 km
Santillana
del Mar
hat nur 4000 Einwohner, zieht aber aufgrund seines einzigartig erhaltenen
jahrhundertealten Stadtbildes (conjunto historico) sehr viele Besucher an -
manche bezeichnen es als das "Rüdesheim" Spaniens.
Das wichtigste Bauwerk ist die romanische Stiftskirche Colegiata de
Santillana del Mar, die dem Ort den Namen gab und deren Anfänge bis
ins Jahr 870 zurückgehen. Außerdem gibt es zahlreiche gut erhaltene Paläste
und Handelshäuser. In der gesamten Altstadt besteht absolutes Fahrverbot.
Ganz in der Nähe liegt die berühmte
Höhle von Altamira
mit ihren faszinierenden steinzeitlichen Malereien. Die Höhle wurde von
16.000 bis 11.000 v.Chr. genutzt und 1868 durch Zufall wieder entdeckt. Die
Malereien wirkten so modern, dass man mehr als 20 Jahre lang die Echtheit
anzweifelte. Seit 1979 ist die Höhle nicht mehr für die Öffentlichkeit
zugänglich. 1998 wurde der Eingangsbereich originalgetreu nachgebildet -
diese Kopie liegt 500 m von der historischen Höhle entfernt und kann dort im
Museo de Altamira
besichtigt. werden. Altamira ist seit 1985 auf der Liste
des UNESCO-Weltkulturerbes.
Über Oreña erreichen über den malerischen Ort-Cigüenza das hübsche Städtchen Cobreces, das eine lange Geschichte hat und wo einige sehenswerte Bauwerke auf uns warten. Von hier sind es nur noch 10 km bis nach Comillas.
Comillas
ist
ein Städtchen mit 2.500 Einwohnern und einer langen Geschichte. Es hat eine
Reihe von bemerkenswerten Gebäuden aus dem Mittelalter und dem Barock - auch
Jugendstil-Künstler waren hier aktiv . Ende des 19. Jahrhunderts vollendete
Lluís
Domènech i Montaner das von
Joan Martorell
begonnene Gebäude der
Päpstlichen Universität, Palast und Pantheon von Sobrellano und El
Capricho (Gaudí), Palast und Pantheon von Sobrellano und El
Capricho (Gaudí), Palast und Pantheon von Sobrellano und El
Capricho (Gaudí), Palast und Pantheon von Sobrellano und El
Capricho (Gaudí), Palast und Pantheon von Sobrellano und El
Capricho (Gaudí)wurden ebenfalls von Joan Martorell
entworfen. Die Villa
Quijano, auch bekannt als "El Capricho" wurde von Antoni
Gaudí als Sommerlandhaus für einen vermögenden Geschäftsmann erbaut.
Wenn wir jetzt unseren Weg fortsetzen, gibt es wieder einmal die Wahl zwischen verschiedenen Wegen, auf denen wir die 300 m lange Brücke von Rabia erreichen. Auch nach der Brücke teilt sich der Weg erneut in eine Küstenroute und einen Weg, der etwas landeinwärts verläuft. Auf beiden Wegen kommen wir dann zur 600 m langen Maza-Brücke mit ihren 28 Bögen - sie stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde auf Befehl der Katholischen Könige erbaut.
490 km San
Vicente de la Barquera
ist
eine an der Mündung des Rio Escudo auf einer Halbinsel gelegene Kleinstadt
mit einem sehenswerten Stadtkern (conjunto historico), einem Hafen und
schönen Stränden.
Hier beginnt die Ruta Vadiniense, die.über 220 km nach
Mansilla de
las Mulas.auf dem Camino Francés führt.
Auf dieser Route liegt auch der berühmte Wallfahrtsort
Santo Toribio de Liébana
,,
mit einem Kloster, das einen Umweg Wert ist - es ist allerdings 55 km
entfernt!
Der Camino führt weiter über Serdio, Hortigal und Colombres nach Unquera, dem letzten Ort in Kantabrien.
Die
autonome Gemeinschaft
Asturias
(offiziell: Principado de Asturias)
mit der Hauptstadt Oviedo besteht nur
aus einer Provinz und hat ca. 1 Mio. Einwohner. Ihr Autonomiestat erhielt
die Regio im Jahr 1982. Obwohl
Asturisch in
großen Teilen Asturiens gesprochen wird und sich deutlich hörbar vom
Spanischen unterscheidet, wurde es keine Amtssprache. Von Asturien aus
begannim Jahre 722 unter
Pelayo die Wiedererobergung (Reconquista) des von
Mauren besetzten Westgotenreiches. Das dann entstandene Königreich Asturien
wurde 924 Teil des Königreichs Leon, das im Jahre 1230 dauerhaft mit dem
Königreich Kastilien vereinigt wurde. Der kastilische bzw. spanische Thronfolger trägt
seit 1388 den Titel Príncipe de Asturias.
Nach Überquerung der 100 m langen Brücke über die Ria de Tina Mayor gehen wir über Bustio nach Colombres und weiter nach Llanes.
450 km Llanes ist...
Barro 450 - Naves 444 - Nueva 440 - Pría 438 - Ribadesella 429 - San Pedro 425 - Abeo 424 - La Vega 421 - Berbes 419 - Colunga 408
390 km Villaviciosa ist
eine Stadt mit 15.000 Einwohnern, die vor allem von der Fischerei und der
Viehwirtschaft. Bekannt ist ihr Sidra
(Apfelwein), der in vielen kleineren aber auch industriellen Betrieben
hergestellt wird. In der
Comarca de la Sidra haben sich die Gemeinden der Apfelwein-Region
zusammen geschlossen. Die Stadt hat eine lange Geschichte und es finden sich
hier viele romanische und präromanische Bauwerke wie z.B die Kirchen
San Salvador de Valdediós und
Santa Maria del Oliva.
Kurz hinter Vilaviciosa gabelt sich der Küstenweg: Die nördliche Variante führt küstennah über die Hafenstadt Gijon, während man auf der südlichen Variante durch die im Landesinneren gelegen Hauptstadt Oviedo kommt. Nach etwa 100 km vereinigen sich bei Cudillero die beiden Zweige wieder.
| Variante über Gijón | Variante über Oviedo (Camino Interior) | Weltkultuerbe in Asturien |
|
Grases (Villaviciosa) 382 - Deva - Cabueñes (Gijón) 361 355 km Gijón (astur.:
Xixon)
325 km Avilés
|
Sariego/Sariegu 375 - Pola de Siero/La Pola (Siero) 367 - El Berrón (Siero) 363 350 km Oviedo
(astur.: Uviéu)
Hier in Oviedo beginnt der Camino Primitivo, wohl der älteste Jakobsweg und es endet der von León kommende weniger bekannte Camino Real (oder Camino del Salvador). Llanera 339 -
Corvera
de Asturias 330 - Cancienes 327
- |
Unter der Bezeichnung
Monumentos de Oviedo y del Reino de Asturias
sind seit 1985/1998 sechs präromanische Kultur-Denkmäler des
ehemaligen Königreichs Asturien auf der Liste des
UNESCO-Weltkulturbes: - San Julián de los Prados - Santa María del Naranco - San Miguel de Lillo - Cámara Santa de Oviedo - Santa Cristina de Lena - Fuente de Foncalada
|
295 km Cudillero
ist eine Gemeinde mit 6.000 Einwohnern. Fischerei und Tourismus sind die
wichtigsten Wirtschaftzweige. Im Ortsteil El Pito liegt die
sehenswerte
Quinta de Selgas
, ein Palast aus dem 19. Jahrhundert mit Gemälden von Goya und großen
Gartenanlagen.
Mumayor - Soto de Luiña 285 - Ballota 272 - Cadavedo (Valdés) 264 - Almuña - Luarca (Valdés) 248
Piñera (Navia) 235 - Navia 230 - Jarrio (Coaña) 228 - Cartavio (Coaña) 224 - La Caridad 220 - El Franco 215 - Tapias de Casariego - Santa Gadeo
Die
autonome Gemeinschaft
Galicia
hat 2,8 Mio Einwohner und hier ist neben dem Spanischen auch das mit
dem Portugiesischen verwandte Galicisch (span,: gallego) Amtssprache. Der
Name Galicia geht auf die Kelten (lat.: Gallaeci) zurück, die im Altertum
hier lebten. Im Zuge der Demokratisierung Spaniens in den 1970er Jahren
wurde Galicien neben Katalonien, Navarra und dem Baskenland als eine der
historischen Nationalitäten Spaniens anerkannt und erhielt deshalb 1980 als
eine der ersten Regionen ein Autonomiestatut. Galicien besteht aus den vier
Provinzen
A Coruna,
Pontevedra,
Lugo und
Ourense - die
Regionalregierung (Xunta de Galicia) hat ihren Sitz in Santiago de
Compostela. Die größte galicische Stadt ist jedoch mit 300.000 Einwohnern
Vigo, das einen der weltweit
größten Fischereihäfen hat.
| Ruta do Mar |
| Ribadeo - El Ferrol ... |
San Martín Pequeño (Barreiros) Basílica de San Martiño de Mondoñedo 182
Lourenzá 169 - Arroxo (Fonsagrada) 166 -
160 km Mondoñedo ist eine kleine Stadt mit 4.000 Einwohnern. Die Stadt ist Bischofssitz und hat eine bedeutende romanische Kathedrale, die aus dem 12. Jahrhundert stammt. Der Ortskern ist seit 1985 als conjunto histórico-artístico klassifiziert und hat für ein Städtchen dieser Größe sehr viele historische Bauwerke.
Abadín 144 - Vilalba (Parador
) 123
- Alba 116
- Santa Leocadia de Parga / (Guitiriz)
95 - Miraz (Friol)
86 -
Jetzt verlassen wir die Provinz Lugo und betreten die Provinz A Coruña.
Das
Monasterio Santa Maria de Sobrados
, (auch als Sobrado dos Monxes bekannt) hat eine
lange wechselvolle Geschichte, die bis ins 10. Jahrhundert zurückreicht.
Seit 1966 ist es wieder ein Zisterzienser-Kloster (Trappisten)
und betreibt ein Gästehaus und eine Pilgerherberge. Von hier sind es nur
noch 22 km bis wir über Boimorto schließlich den Camino
Francés erreichen.
40 km Arzúa ist ein langgezogenes Städtchen mit 6.000 Einwohnern. das für seinen Käse bekannt ist. Wir sind jetzt auf dem Camino Francés und in zwei Tagen werden wir in Santiago de Compostela ankommen!
Dieser Weg, der auch als Ruta Jacobea Primitiva oder Ruta interior del Camino de Santiago del Norte bezeichnet wird, stellt eine Verbindung zwischen dem Camino de la Costa und dem Camino Francés dar. Er führt von Oviedo durch die Berge Asturiens und Galiciens nach Melide, wo man dann auf dem Camino Francés bis nach Santiago weitergeht. Der Camino Primitivo ist einer der ältesten und wurde bereits im 9. und 10. Jahrhundert als Pilgerweg genutzt. Heute stellt dieser Weg eine relativ selten begangene Alternative dar. Mittlerweile ist aber die Kennzeichnung gut und es sind auch Herbergen vorhanden. Im Jahre 2013 sind 3,3 % aller Pilger über diesen Camino nach Santiago gegangen. Dieser Weg führt über mehrere Pässe und es müssen manchmal enorme Höhenunterschiede überwunden werden - es ist der Camino für anspruchsvolle Bergwanderer!
320 km Oviedo - Während der Regierungszeit von König Alfons II. wurde 812 in Santiago de Compostela ein Grab entdeckt, das man Jakobus dem Älteren zuschrieb. Der König zog von Oviedo nach Santiago und soll damit der erste Jakobspilger gewesen sein. Er soll gleichzeitig den ersten Jakobsweg, den Camino Primitivo (lat. primitivus - erster seiner Art), eröffnet haben. Der Jakobsweg, wenn auch später nur noch ein "Nebenweg", sorgte für wirtschaftliche Belebung der Stadt während des gesamten Mittelalters.
Peñaflor (Grado) 300 - Grado 298 - Salas 276 - Tineo 258
La
Mortera (Tineo) 236 -
Pola de Allande
226 - Puerto del Palo (Allande)
220
Embalse de Salime
- 194
-
Grandas de Salime
187 - Fonsagrada 162
-
Castroverde 124
105 km Lugo
UNESCO
55 km Melide
Auf dem Camino Francés sind es jetzt noch drei Tage bis nach Santiago de Compostela!
In den Anfängen des Jakobsweges gehörte die Kathedrale San Salvador in Oviedo zu den wichtigsten Stationen der Pilgerreise. Nachdem immer mehr Pilger auf dem Camino Francés unterwegs waren, lag Oviedo eigentlich nicht mehr auf dem Weg. Um trotzdem die berühmte Kathedrale zu besuchen gingen viele Pilger von León aus auf dem enormen Umweg über die Cordillera Cantábrica (Kantabrisches Scheidegebirge) ins asturische Oviedo. Von dort gingen sie auf dem Camino Primitivo oder dem Camino de la Costa weiter nach Santiago de Compostela. Heute wird dieser Camino kaum noch von Jakobspilgern benutzt, aber aufgrund der landschaftlichen Schönheit und der vielen historischen Bauwerke ist dies sicher ein lohnender Wanderweg.
León - Carvajal de la Legua - Cabanillas - La Robla - Pola de Gordón - Poladura de la Tercia
Valgrande-Pajares - Puerto de Pajares (1380 m)
Campomanos - Pola de Lena - Mieres - Oviedo
Viejo Camino de Santiago (430 km)
|
Ruta Vadiniense (220 km)
|
Ruta de Campoo (Ruta de Besaya)
|
|
Der Viejo Camino (auch Camino de la Montaña oder Camino Olvidado)beginnt in Bilbaound endet in Villafranca del Bierzo wobei er schon 22 km vorher in Columbrianos, einem Ortsteil von Ponferrada. auf den Camino Francés trifft. Zwischen dem 9. und dem 13. Jahrhundert war das ein sehr beliebter Weg nach Santiago, wurde aber dann aber während des Fortschreitens der Reconquista fast vollständig vom Camino Fancés abgelöst und bald ganz vergessen. Heute gehen nur sehr wenige Pilger diesen Weg -Markierungen sind vorhanden. Die Route führt durch kaum bekannte Orte, aber durch wunderschöne unberührte Mittelgebirge, wo sich auch noch viele Zeugnisse des Mittelalters finden. |
Die Ruta Vadiniense, auch oft Ruta Jacobea por Liébana genannt führt vom kantabrischen San Vicente de la Barquera über den berühmten Wallfahrtsort Monasterio de Santo Toribio de Liébana nach Mansilla de las Mulas auf dem Camino Francés. Manchmal wird die Route auch als Camino de Santiago por los Picos de Europa bezeichnet. Es ist wenig bekannt, ob dies ein historischer Jakobsweg war. San Vicente de la Barquera - Potes - Monasterio de Santo Toribio de Liébana - Camaleño - Boca de Huérgano - Riaño - Crémenes - Cistierna - Mansilla de las Mulas |
Außer Ruta de Campoo oder Ruta de Besaya wird dieser Weg auch gelegentlich Ruta del Romanico genannt. Dieser alte Handelsweg führt von Santander über Torrelavega, Besaya und Campoo auf die Meseta nach Carrion de los Condes, das am Camino Francés liegt. Auf der Ruta de Campoo gibt es für Pilger zur Zeit praktisch keine Infrastruktur. Wichtige Stationen sind:
Santuario de Nuestra Señora de Las Caldas |