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Camino de la Costa / Camino del Norte (875 km)

Costa oder Norte?
Lassen Sie sich nicht verwirren: Beide Namen werden oft für die gesamte Strecke benutzt.
Für die Anreise nach Hendaye ist die Bahn die beste Lösung. Mit den schnellen Intercity, Thalys oder TGV erreicht man Paris und von dort fährt man weiter mit dem TGV über Bordeaux nach Hendaye.
Die nahe gelegenen Airports von Biarritz BIQ und San Sebastian EAS haben leider keine Verbindungen zu deutschen Flughäfen.
Der Küstenweg beginnt an der französisch-spanischen Grenze zwischen Hendaye und Irún. Er durchquert die spanischen Regionen Pais Vasco, Cantabria, Asturias und Galicia. Auf dem galicischen Teilstück ab Ribadeo, wo er nur noch ein kurzes Stück entlang der Küste führt, wird der Weg auch als Camino del Norte bezeichnet. In Arzúa trifft er auf den Camino Francés, die Hauptroute des Jakobsweges, wo es nur noch 40 km bis Santiago sind. Der Küstenweg gilt neben dem Camino Primitivo als die älteste Route, da in den Anfängen des Pilgerweges fast die gesamte iberische Halbinsel von den Mauren beherrscht wurde, denen man auf dieser anstrengenden Strecke entlang der Küste und durch die Berge aus dem Weg ging. Auch heute noch ist der Küstenweg körperlich sehr anstrengend, da man größere Höhenunterschiede als auf jedem anderen Weg antreffen wird. Eine weitere Schwierigkeit kann das Wetter darstellen, da man hier die regenreichsten Regionen Spaniens durchquert - auf der anderen Seite werden Sie kaum unter der Hitze zu leiden haben. Der Küstenweg ist sehr viel weniger frequentiert als der Camino Francés - im Jahre 2013 haben nur 6,7 % aller Pilger diesen Camino gewählt. Trotzdem sind die Markierungen recht gut und mittlerweile gibt es auch genügend Herbergen und andere Unterkünfte. Auf dem Küstenweg gibt es sehr viele, oft verwirrende, Wegvarianten. Hier ist sicher hilfreich, wenn Sie vor dem Start Ihren Pilgerführer studieren und die Markierungen aufmerksam beachten - im Zweifel werden Ihnen freundliche Spanier sicher den richtigen Weg zeigen.


Zwischen dem heutigen Hauptweg, dem Camino Francés und dem Küstenweg haben sich im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Routen entwickelt. Es spiegelt die Entwicklung.der spanischen Reconquista wider. Im 9, Jahrhundert kamen die meisten Pilger auf dem Camino Primitivo oder dem Camino del Norte nach Santiago. Diese Wege waren schwierig, weil sie oft durch die Berge führten und Flußmündungen umgangen oder mit dem Boot überwquert werden mussten - auch das rauhe Klima und die Überfälle der Wikinger stellten an der Küste weitere Gefahren dar. Ab dem 10. Jahrhundert wurden weitere Gebiete von den Mauren zurückerobert und der Jakobsweg verschob sich in die leichter zu gehende Route über die Meseta. Darüber hinaus wurde der Camino Francés dadurch populärer, dass von den lokalen Herrschern die Ansiedlung von Bauern und Kaufleuten gefördert wurde und viele Klöster entstanden.

Pais Vasco / Euskadi

Als Baskenland (franz.: Pays Basque, bask.: Euskadi, span.: Pais Vasco)  wird das französische Department 64 und in Spanien die beiden autonomen Gemeinschaften Pais Vasco (Euskadi) und Navarra bezeichnet. Baskisch (Euskara) wird von 700 Tsd. Menschen gesprochen und viele Orte haben baskische und spanische bzw. französische Namen. Die baskische Sprache ist mit keiner der in Euopa verbreiteten indogermanischen Sprachen verwandt. Während des Franquismus wurde der Gebrauch der baskischen Sprache unterdrückt.

Die autonome Gemeinschaft Pais Vasco (bask.: Euskadi) hat 2,2 Mio Einwohner und gehört zu den wohlhabendsten Regionen in Spanien . Sie besteht aus den drei Provinzen Gipuzkoa (span.: Guipúzcoa), Bizkaia (span.: Vizcaya) und Álava (bask.: Araba) - der Verwaltungssitz ist in Vitoria-Gasteiz. Das Pais Vasco erhielt 1979 als eine der ersten Regionen einen Autonomiestatus und Baskisch ist neben Soanisch Amtssprache. Trotz des Autonomiestatuts existiert eine aktive Unabhängigkeitsbewegung. Mehrere baskische Parteien und die Untergrundorganisation ETA treten für die Unabhängigkeit eines vereinten Baskenlandes unter Einschluss Navarras und der baskischen Gebiete in Frankreich ein.

In Irun beginnt auch der Camino Vasco, der durch das Baskenland über Tolosa, Vitoria-Gasteiz und Haro nach Santo Domingo de la Calzada führt, wo er auf den Camino Frances trifft. Eine Variante zweigt in Vitoria-Gasteiz ab und führt nach Burgos.
 875 km  Vom Bahnhof im französischen Grenzort Hendaye gehen wir über die Santiago-Brücke, die den Grenzfluß Bidasoa überquert, nach Irún. Ein kleiner Umeg führt in das malerische Städtchen Hondarribia (span.: Fuenterrabia) und dann geht es über einen schmalen und steilen Weg auf die Gipfel des Jaizquíbel auf 545 m Höhe. Nicht weniger anstrengend ist der Weg hinunter ans Meer nach Pasaia (span.: Pasajes) wo sich der größte Naturhafen des Baskenlandes befindet. Ein Boot bringt Sie auf die andere Seite des Hafenbeckens und erspart einen ordentlichen Umweg.. Hier befindet sich der schöne Ortsteil San Pedro. Von hier gibt es verschiedene Wege, üer die Sie in 1 bis 3 Stunden San Sebastián erreichen.

 835 km  Die Stadt Donostia - besser bekannt als San Sebastián - hat 190.000 Einwohner und ist der Hauptort der Provinz Gipuzkoa. Die bekannteste Attraktion ist die wundereschöne Bucht, die nach ihrer muschelartigen Form La Concha genannt wird mit der langen Strandpromenade (Paseo) - auch die Altstadt mit viel Jugendstil-Architektur sollte nicht vergessen werden. Im Sommer zieht San Sebastán mit Museen, zahlreichen Veranstaltungen und Festen viele Gäste an. Es ist ohne zu übertreiben eine.der schönsten Städte Europas und wenn es in Ihren Plan passt, sollten Sie hier einen Tag bleiben. Übrigens: Tapas nennt man hier Pintxos und die muss man unbedingt probieren. Die Stadt wurde zur Kulturhauptstadt Europas für das Jahr 2016 gewählt.

Am 26. April 1937 wurde Gernika durch einen Bombenangriff der deutschen Legion Condor, die General Franco unterstüzte, vernichtet. Pablo Picasso stellte das Grauen des ,modernen Krieges in seinem Gemälde "Guernica" dar - es ist wohl sein berühmtestes Gemälde. Trotz der Tragödie sind Deutsche heute wieder willkommene Gäste.

So gebirgig kann die Küste sein: Zunächst geht es wieder den Berg hinauf und dann hinunter zum Golf von Biskaya nach Orio. Weiter geht es über Zarautz und Zumaia nach Deba. Jetzt geht es wieder richtig bergauf und wir erreichen 500 m Höhe um dann wieder nach Markina-Xemein auf 100 m herunter zu steigen. Über viele kleinere Steigungen erreichen wir schließlich auf Meereshöhe Gernika (Guernica) - es gehört bereits zur Provinz Bizkaia. Von Gernika aus geht es wieder in die Berge und hinter Morga erreichen wir abermals 300 m Höhe um danach nach Lezama auf 100 m hinabzusteigen. Jetzt sind es nur noch 15 km bis Bilbao, aber vorher müssen wir noch eine Steigung auf 360 m Höhe bezwingen, von wo man eine großartige Aussicht auf Bilbao hat, bevor es steil hinab in die Stadt am Meer geht.

 705 km  Bilbao (bask.: Bilbo) ist die Hauptstadt der Provinz Bizkaia und hat 350 Tsd. Einwohner (900 Tsd. im Großraum), womit sie die größte Stadt des Pais Vasco ist und zu den zehn größten spanischen Städten zählt. Sie ist die wichtigste Hafen- und Industriestadt des Baskenlandes.

Aufgrund der Mitte der 1990er Jahre begonnen Neukonzeption derStadt ist Bilbao mittlerweile auch ein Ziel für Touristen geworden. So baute der weltbekannte britische Architekt Sir Norman Foster die Bahnhöfe der neuen Metrolinie und der nicht weniger bekannte spanische Architekt Santiago Calatrava entwarf die Zubizuri Brücke über den Rio Nervion. Die meisten Besucher zieht zweifellos der im Jahre 1997 eröffnete spektakuläre Neubau des Guggenheim Museums an - es ist eines von sieben Museen der amerikanischen Guggenheim Foundation. Schwerpunkt ist die zeitgenössische Kunst des 20. Jahrhunderts - darüber hinaus finden hier auch immer wieder bedeutende temporäre Ausstellungen statt. Nicht vergessen werden sollte die Altstadt mit ihren engen Gassen und die vor allem für Pilger interessante gotische Kathedrale Santiago aus dem 14. Jahrhundert. Durch die Neukonzeption ist zusammen mit der Lage zwischen Meer und den umliegenden Bergen eine attraktive und lebhafte Stadt entstanden, die Ihre Aufmerksamkeit verdient.

Von Bilbao aus führt der fast vergessene Viejo Camino de Santiago nach Villafranca del Bierzo, wo er auf den Camino Francés trifft.
Am rechten Ufer des Rio Nervion kommen wir nach Getxo zur Puente de Vizaya (bask.: Bizkaiko Zubia), die die für Seeschiffe befahrbare Ría de Bilbao nach Portugalete überquert. Diese einzigartige Konstruktion ist ein bedeutendes Industriedenkmal und seit 2006 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Sie wurde 1893 nach dem Entwurf von Alberto Palacio, einem Schüler Gustave Eiffels, als erste ihrer Art gebaut und ist eher als Schwebefähre denn als Brücke zu verstehen. Die Schwebefähre ist auch heute noch in Betrieb und die Überfahrt kostet 30 Cents. Man kann auch mit dem Fahrstuhl in einem der Pfeiler auf 50 m Höhe hinauffahren und läuft dann dort auf dem Weg oberhalb des Antriebs auf die andere Seite (EUR 5).

Danach verlassen wir die Ria und gehen über ein paar Hügel weiter, um dann bei Playa La Arena wieder ans Meer zu kommen. Weiter über Pobeña an der Küste entlang verlassen wir jetzt das Baskenland.,

Cantabria

Die autonome Gemeinschaft Cantabria wurde 1981 begründet, ist mit 600 Tsd. Einwohnern eine der kleinsten und besteht nur aus der gleichnamigen Provinz. Die Hauptstadt ist Santander. Kantabrien hat schöne Strände aber auch eindrucksvolle Berge mit den Picos de Europa, die eine Höhe von über 2600 m errreichen. In diesem Gebirge begann 722 die Reconquista mit der Schlacht von Covadonga. Kantabrien hatte in der Geschichte immer eine gewisse Selbständigkeit, ohne aber ein Königreich zu bilden und wurde eher als eine nördliche Provinz von Kastilien betrachtet, für das Santander im Mittelalter ein wichtiger Hafen war.

Von Onton, dem ersten Ort in Kantabrien sind es noch etwa 20 km, teils am Meer entlang, teils landeinwärts, bis nach Castro Urdiales.

 650 km   Castro Urdiales ist eine in den letzten 15 Jahren stark gewachsene Stadt mit 32.000 Einwohnern und hat einem schönen Fischereihafen. Von hier geht es weiter auf küstennahen Wegen bis nach Islares. hier verlassen wir die Küste und es gibt mindestens zwei verschiedene Wege bis wir die wunderschöne Bucht von Laredo erreichen.

 610 km  Laredo ist ein sehr beliebter Ferienort und hat außer seinem herrlichen Sandstrand, der 4 km langen Strandpromenade auch eine hübsche Altstadt. Um unser nächstes Ziiel, das Hafenstädtchen Santoña, zu erreichen, gehen wir nach Westen bis zum Ende der Promenade, wo von El Puntal eine Personenfähre die Ria überquert. Etwa 6 km länger ist der Landweg über Colindres.

Von Santoña gehen wir zum Strand von Berria und dort weiter am Strand entlang bis nach Noja, wo wir die Küste verlassen und auf einer der beiden Routen nach Güemes wandern. Jetzt sind es nur noch 15 km bis nach Santander, das wir über zwei verschieden Routen erreichen können. die vor Somo (Ribamontán al Mar) wieder zusammenlaufen. von wo uns eine kleine Personenfähre über Pedreña nach Santander bringt.

Falls Sie Ihren Camino in Santander beginnen wollen: Ryanair verbindet den Flughafen SDR mit Hahn HHN und Weeze NRN.  
 560 km  Santander liegt wunderschön an einer weiten Buch, hat 180 Tsd. Einwohner und ist die Hauptstadt Kantabriens. Der große Brand von 1941 zerstörte den historischen Teil Santanders nahezu vollständig. Auch die gotische Kathedrale wurde zerstört, aber sorgfältig rekonstruiert. Santander wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur beliebtesten Sommerresidenz von König Alfonso XIII. und ist auch heute ein sehr beliebter Badeort, dessen zahlreiche Sandstrände ein Anziehungspunkt für viele meist spanische Touristen sind. Auf der Halbinsel Magadalena erstreckt sich ein großer Park mit einem kleinen Zoo und dem Ende des 19. Jahrhunderts erbauten Königspalast. In der Nähe ist auch das noble Stadtviertel Sardinero mit einem schönen Strand und vielen Luxushotels. Zur internationalen Bekanntheit der Stadt hat sicher die Grupo (Banco) Santander beigetragen - sie ist die größte Universalbank Spaniens. Mehr darüber finden Sie hier!

Santa Cruz de Bezana - Boo de Piélagos (Piélagos) 545 - Puente de Arce-Mogro (Miengo) 543 - Requejada (Polanco) - Camplengo -

Ein paar Kilometer südlich unserer Route liegt die Industriestadt Torrelavega, die 55.000 Einwohner hat. Von hier aus führt die Ruta de Campoo, ein alter Handelsweg, nach Carrión de los Condes auf dem Camino Francés.

  520 km  Santillana del Mar  hat nur 4000 Einwohner, zieht aber aufgrund seines einzigartig erhaltenen jahrhundertealten Stadtbildes (conjunto historico) sehr viele Besucher an - manche bezeichnen es als das "Rüdesheim" Spaniens. Das wichtigste Bauwerk ist die romanische Stiftskirche Colegiata de Santillana del Mar, die dem Ort den Namen gab und deren Anfänge  bis ins Jahr 870 zurückgehen. Außerdem gibt es zahlreiche gut erhaltene Paläste und Handelshäuser. In der gesamten Altstadt besteht absolutes Fahrverbot.

Ganz in der Nähe liegt die berühmte Höhle von Altamira mit ihren faszinierenden steinzeitlichen Malereien. Die Höhle wurde von 16.000 bis 11.000 v.Chr. genutzt und 1868 durch Zufall wieder entdeckt. Die Malereien wirkten so modern, dass man mehr als 20 Jahre lang die Echtheit anzweifelte. Seit 1979 ist die Höhle nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich. 1998 wurde der Eingangsbereich originalgetreu nachgebildet - diese Kopie liegt 500 m von der historischen Höhle entfernt und kann dort im Museo de Altamira besichtigt. werden. Altamira ist seit 1985 auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.

Über Oreña erreichen über den malerischen Ort-Cigüenza das hübsche Städtchen Cobreces, das eine lange Geschichte hat und wo einige sehenswerte Bauwerke auf uns warten. Von hier sind es nur noch 10 km bis nach Comillas.

Comillas  ist ein Städtchen mit 2.500 Einwohnern und einer langen Geschichte. Es hat eine Reihe von bemerkenswerten Gebäuden aus dem Mittelalter und dem Barock - auch Jugendstil-Künstler waren hier aktiv . Ende des 19. Jahrhunderts vollendete Lluís Domènech i Montaner das von Joan Martorell begonnene Gebäude der Päpstlichen Universität, Palast und Pantheon von Sobrellano und El Capricho (Gaudí), Palast und Pantheon von Sobrellano und El Capricho (Gaudí), Palast und Pantheon von Sobrellano und El Capricho (Gaudí), Palast und Pantheon von Sobrellano und El Capricho (Gaudí), Palast und Pantheon von Sobrellano und El Capricho (Gaudí)wurden ebenfalls von Joan Martorell entworfen. Die Villa Quijano, auch bekannt als "El Capricho" wurde von Antoni Gaudí als Sommerlandhaus für einen vermögenden Geschäftsmann erbaut.

Wenn wir jetzt unseren Weg fortsetzen, gibt es wieder einmal die Wahl zwischen verschiedenen Wegen, auf denen wir die 300 m lange Brücke von Rabia erreichen. Auch nach der Brücke teilt sich der Weg erneut in eine Küstenroute und einen Weg, der etwas landeinwärts verläuft. Auf beiden Wegen kommen wir dann zur 600 m langen Maza-Brücke mit ihren 28 Bögen - sie stammt aus dem 16. Jahrhundert und wurde auf Befehl der Katholischen Könige erbaut.

 490 km  San Vicente de la Barquera  ist eine an der Mündung des Rio Escudo auf einer Halbinsel gelegene Kleinstadt mit einem sehenswerten Stadtkern (conjunto historico), einem Hafen und schönen Stränden.

Hier beginnt die Ruta Vadiniense, die.über 220 km nach Mansilla de las Mulas.auf dem Camino Francés führt. Auf dieser Route liegt auch der berühmte Wallfahrtsort Santo Toribio de Liébana ,, mit einem Kloster, das einen Umweg Wert ist - es ist allerdings 55 km entfernt!

Der Camino führt weiter über Serdio, Hortigal und Colombres nach  Unquera, dem letzten Ort in Kantabrien.

Asturias

Die autonome Gemeinschaft Asturias (offiziell: Principado de Asturias) mit der Hauptstadt Oviedo besteht nur aus einer Provinz und hat ca. 1 Mio. Einwohner. Ihr Autonomiestat erhielt die Regio im Jahr 1982. Obwohl Asturisch in großen Teilen Asturiens gesprochen wird und sich deutlich hörbar vom Spanischen unterscheidet, wurde es keine Amtssprache. Von Asturien aus begannim Jahre 722 unter Pelayo die Wiedererobergung (Reconquista) des von Mauren besetzten Westgotenreiches. Das dann entstandene Königreich Asturien wurde 924 Teil des Königreichs Leon, das im Jahre 1230 dauerhaft mit dem Königreich Kastilien vereinigt wurde. Der kastilische bzw. spanische Thronfolger trägt seit 1388 den Titel Príncipe de Asturias.

Nach Überquerung der 100 m langen Brücke über die Ria de Tina Mayor gehen wir über Bustio nach Colombres und weiter nach Llanes.

 450 km  Llanes ist...

Barro 450 - Naves 444 - Nueva 440 - Pría 438 - Ribadesella 429 - San Pedro 425 - Abeo 424 - La Vega 421 - Berbes 419 - Colunga 408

 390 km  Villaviciosa ist eine Stadt mit 15.000 Einwohnern, die vor allem von der Fischerei und der Viehwirtschaft. Bekannt ist ihr Sidra (Apfelwein), der in vielen kleineren aber auch industriellen Betrieben hergestellt wird. In der Comarca de la Sidra haben sich die Gemeinden der Apfelwein-Region zusammen geschlossen. Die Stadt hat eine lange Geschichte und es finden sich hier viele romanische und präromanische Bauwerke wie z.B die Kirchen San Salvador de Valdediós und Santa Maria del Oliva.

Kurz hinter Vilaviciosa gabelt sich der Küstenweg: Die nördliche Variante führt küstennah über die Hafenstadt Gijon, während man auf der südlichen Variante durch die im Landesinneren gelegen Hauptstadt Oviedo kommt. Nach etwa 100 km vereinigen sich bei Cudillero die beiden Zweige wieder.

Variante über Gijón Variante über Oviedo (Camino Interior) Weltkultuerbe in Asturien

Grases (Villaviciosa) 382 - Deva - Cabueñes (Gijón) 361

 355 km  Gijón (astur.: Xixon) ist eine Hafen- und Industriestadt hat 275.000 Einwohner und ist damit die größte Stadt Asturiens und dessen wirtschaftliches Zentrum - vor allem mit der Schwerindustrie wie Hüttenwerken, Werften und Maschinenbau. Seit 1960 hat sich die Einwohnerzahl mehr als verdoppelt. Sehenswert ist der Palacio de Revillagigedo, die Universidad Laboral und weitere zeitgenössische Bauwerke.

 325 km  Avilés  hat 82.000 Einwohner, liegt an der gleichnamigen Ria und hat einen wichtigen Hafen mit Industriegebiet. Herausragende Sehenswürdigkeit ist das im Jahre 2011 eröffnete Oscar-Niemeyer-Kulturzentrum. Es steht im Zentrum einer umfangreichen urbanen Erneuerung, die die gesamte Uferzone der Stadt verändern soll.

 

Sariego/Sariegu 375 - Pola de Siero/La Pola (Siero) 367 - El Berrón (Siero) 363

 350 km Oviedo (astur.: Uviéu) , die Hauptstadt Asturiens hat 225.000 Einwohner. Im 9. und 10. Jahrhundert war es die Residenz des damals unabhängigen Königreiches Asturien. Oviedo liegt inmitten eines der größten spanischen Bergbaugebiete, der "Cuenca Central Asturiana"; weitere wichtige Standbeine waren Stahl- und Chemieindustrie. Der gesamte Altstadtkern Oviedos ist Fußgängerzone. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Universität, die Kathedrale San Salvador, der Palast des Markgrafen von San Félix, der Camposagrado-Palast und die nebenstehenden UNESCO-Kulturdenkmäler. Besuchen muss man auch unbedingt eine der unzähligen Sidrerías (Apfelwein-Schenken).

Hier in Oviedo beginnt der Camino Primitivo, wohl der älteste Jakobsweg und es endet der von León kommende weniger bekannte Camino Real (oder Camino del Salvador).

Llanera 339 - Corvera de Asturias 330 - Cancienes 327 -
Castrillón 316 -Santiago del Monte 310 -
Soto del Barco 304 - Muros de Nalón 299

Unter der Bezeichnung Monumentos de Oviedo y del Reino de Asturias sind seit 1985/1998 sechs präromanische Kultur-Denkmäler des ehemaligen Königreichs Asturien auf der Liste des UNESCO-Weltkulturbes:

 - San Julián de los Prados
 - Santa María del Naranco
 - San Miguel de Lillo
 - Cámara Santa de Oviedo
 - Santa Cristina de Lena
 - Fuente de Foncalada


 

 295 km  Cudillero ist eine Gemeinde mit 6.000 Einwohnern. Fischerei und Tourismus sind die wichtigsten Wirtschaftzweige. Im Ortsteil El Pito liegt die sehenswerte Quinta de Selgas , ein Palast aus dem 19. Jahrhundert mit Gemälden von Goya und großen Gartenanlagen.

Mumayor - Soto de Luiña 285 - Ballota 272 - Cadavedo (Valdés) 264 - Almuña - Luarca (Valdés) 248

Piñera (Navia) 235 - Navia 230 - Jarrio (Coaña) 228 - Cartavio (Coaña) 224 - La Caridad 220 - El Franco 215 - Tapias de Casariego - Santa Gadeo 

Galicia

Die autonome Gemeinschaft Galicia hat 2,8 Mio Einwohner und hier ist neben dem Spanischen auch das mit dem Portugiesischen verwandte Galicisch (span,: gallego) Amtssprache. Der Name Galicia geht auf die Kelten (lat.: Gallaeci) zurück, die im Altertum hier lebten. Im Zuge der Demokratisierung Spaniens in den 1970er Jahren wurde Galicien neben Katalonien, Navarra und dem Baskenland als eine der historischen Nationalitäten Spaniens anerkannt und erhielt deshalb 1980 als eine der ersten Regionen ein Autonomiestatut. Galicien besteht aus den vier Provinzen A Coruna, Pontevedra, Lugo und Ourense - die Regionalregierung (Xunta de Galicia) hat ihren Sitz in Santiago de Compostela. Die größte galicische Stadt ist jedoch mit 300.000 Einwohnern Vigo, das einen der weltweit größten Fischereihäfen hat.

Ruta do Mar
Ribadeo - El Ferrol
...
 200 km  Ribadeo in der Provinz Lugo...

San Martín Pequeño (Barreiros) Basílica de San Martiño de Mondoñedo 182

Lourenzá 169 - Arroxo (Fonsagrada) 166 - 

 160 km  Mondoñedo ist eine kleine Stadt mit 4.000 Einwohnern. Die Stadt ist Bischofssitz und hat eine bedeutende romanische Kathedrale, die aus dem 12. Jahrhundert stammt. Der Ortskern ist seit 1985 als conjunto histórico-artístico klassifiziert und hat für ein Städtchen dieser Größe sehr viele historische Bauwerke.

Abadín 144 - Vilalba (Parador ) 123 - Alba 116 - Santa Leocadia de Parga / (Guitiriz) 95 - Miraz (Friol) 86 -

Jetzt verlassen wir die Provinz Lugo und betreten die Provinz A Coruña.

Das Monasterio Santa Maria de Sobrados , (auch als Sobrado dos Monxes bekannt) hat eine lange wechselvolle Geschichte, die bis ins 10. Jahrhundert zurückreicht. Seit 1966 ist es wieder ein Zisterzienser-Kloster (Trappisten) und betreibt ein Gästehaus und eine Pilgerherberge. Von hier sind es nur noch 22 km bis wir über Boimorto schließlich den Camino Francés erreichen.

 40 km  Arzúa ist ein langgezogenes Städtchen mit 6.000 Einwohnern. das für seinen Käse bekannt ist. Wir sind jetzt auf dem Camino Francés und in zwei Tagen werden wir in Santiago de Compostela ankommen!

Camino Primitivo (320 km)

Dieser Weg, der auch als Ruta Jacobea Primitiva oder Ruta interior del Camino de Santiago del Norte bezeichnet wird, stellt eine Verbindung zwischen dem Camino de la Costa und dem Camino Francés dar. Er führt von Oviedo durch die Berge Asturiens und Galiciens nach Melide, wo man dann auf dem Camino Francés bis nach Santiago weitergeht. Der Camino Primitivo ist einer der ältesten und wurde bereits im 9. und 10. Jahrhundert als Pilgerweg genutzt. Heute stellt dieser Weg eine relativ selten begangene Alternative dar. Mittlerweile ist aber die Kennzeichnung gut und es sind auch Herbergen vorhanden. Im Jahre 2013 sind 3,3 % aller Pilger über diesen Camino nach Santiago gegangen. Dieser Weg führt über mehrere Pässe und es müssen manchmal enorme Höhenunterschiede überwunden werden - es ist der Camino für anspruchsvolle Bergwanderer!


 320 km  Oviedo - Während der Regierungszeit von König Alfons II. wurde 812 in Santiago de Compostela ein Grab entdeckt, das man Jakobus dem Älteren zuschrieb. Der König zog von Oviedo nach Santiago und soll damit der erste Jakobspilger gewesen sein. Er soll gleichzeitig den ersten Jakobsweg, den Camino Primitivo (lat. primitivus - erster seiner Art), eröffnet haben. Der Jakobsweg, wenn auch später nur noch ein "Nebenweg", sorgte für wirtschaftliche Belebung der Stadt während des gesamten Mittelalters.

Peñaflor (Grado) 300 - Grado 298 - Salas 276 - Tineo 258

Monasterio de Obona 250

La Mortera (Tineo) 236 - Pola de Allande 226 - Puerto del Palo (Allande) 220
Embalse de Salime - 194 - Grandas de Salime 187 - Fonsagrada 162 - Castroverde 124

 105 km  Lugo

UNESCO

 55 km  Melide

Auf dem Camino Francés sind es jetzt noch drei Tage bis nach Santiago de Compostela!

Camino de Santiago Real / Camino del Salvador (120km)

In den Anfängen des Jakobsweges gehörte die Kathedrale San Salvador in Oviedo zu den wichtigsten Stationen der Pilgerreise. Nachdem immer mehr Pilger auf dem Camino Francés unterwegs waren, lag Oviedo eigentlich nicht mehr auf dem Weg. Um trotzdem die berühmte Kathedrale zu besuchen gingen viele Pilger von León aus auf dem enormen Umweg über die Cordillera Cantábrica (Kantabrisches Scheidegebirge) ins asturische Oviedo. Von dort gingen sie auf dem Camino Primitivo oder dem Camino de la Costa weiter nach Santiago de Compostela. Heute wird dieser Camino kaum noch von Jakobspilgern benutzt, aber aufgrund der landschaftlichen Schönheit und der vielen historischen Bauwerke ist dies sicher ein lohnender Wanderweg.

León - Carvajal de la Legua - Cabanillas - La Robla - Pola de Gordón - Poladura de la Tercia

Valgrande-Pajares - Puerto de Pajares (1380 m)

Campomanos - Pola de Lena - Mieres - Oviedo

Viejo Camino de Santiago (430 km)

Ruta Vadiniense (220 km)

Ruta de Campoo (Ruta de Besaya)

Der Viejo Camino (auch Camino de la Montaña oder Camino Olvidado)beginnt in Bilbaound endet in Villafranca del Bierzo wobei er schon 22 km vorher  in Columbrianos, einem Ortsteil von Ponferrada. auf den Camino Francés trifft. Zwischen dem 9. und dem 13. Jahrhundert war das ein sehr beliebter Weg nach Santiago, wurde aber dann aber während des Fortschreitens der Reconquista fast vollständig vom Camino Fancés abgelöst und bald ganz vergessen. Heute gehen nur sehr wenige Pilger diesen Weg -Markierungen sind vorhanden. Die Route führt durch kaum bekannte Orte, aber durch wunderschöne unberührte Mittelgebirge, wo sich auch noch viele Zeugnisse des Mittelalters finden.

Die Ruta Vadiniense, auch oft Ruta Jacobea por Liébana genannt führt vom kantabrischen San Vicente de la Barquera über den berühmten Wallfahrtsort Monasterio de Santo Toribio de Liébana nach Mansilla de las Mulas auf dem Camino Francés. Manchmal wird die Route auch als Camino de Santiago por los Picos de Europa bezeichnet. Es ist wenig bekannt, ob dies ein historischer Jakobsweg war.

San Vicente de la Barquera - Potes - Monasterio de Santo Toribio de Liébana - Camaleño - Boca de Huérgano - Riaño - Crémenes - Cistierna - Mansilla de las Mulas

Außer Ruta de Campoo oder Ruta de Besaya wird dieser Weg auch gelegentlich Ruta del Romanico genannt. Dieser alte Handelsweg führt von Santander über Torrelavega, Besaya und Campoo auf die Meseta nach Carrion de los Condes, das am Camino Francés liegt. Auf der Ruta de Campoo gibt es für Pilger zur Zeit praktisch keine Infrastruktur.

Wichtige Stationen sind:

Santuario de Nuestra Señora de Las Caldas
in Las Caldas de Besaya

Colegiata de San Pedro de Cervatos
in Campoo de Enmedio.