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Jakobswege in Frankreich

1998 hat die UNESCO die Jakobswege in Frankreich als Weltkulturerbe ausgezeichnet, ähnlich wie den Camino Francés in Spanien. Im Gegensatz zu Spanien musste man jedoch in Frankreich eingestehen, dass ein Schutz der tatsächlichen mittelalterlichen Straßen nicht möglich war. Moderner Straßenbau und nicht mehr zu rekonstruierende Streckenänderungen hatten sie zu großen Teilen verschwinden lassen. So wurden stattdessen einzelne, für die Pilgertradition wichtige Bauwerke als Repräsentanten ausgewählt.

 

Weiterführende Wege aus Deutschland

 

 

Via Podiensis (755 km)

Die Via Podiensis ist einer der vier historischen Jakobswege in Frankreich. Sie deckt sich heute im Wesentlichen mit dem  Fernwanderweg GR 65.. Sie führt von Le Puy-en-Velay in der Auvergne nach Saint-Jean-Pied-de-Port in den Pyrenäen. Einer der ersten Pilgerer auf diesem Weg war im Jahre 951 der Bischof Godescalc von Puy. Der Startpunkt ist an der Kathedrale Notre Dame von Le Puy-en-Velay. Entspricht weitgehend GR78.

Region Department Commune
Auvergne (43) Haute-Loire Le Puy-en-Velay - Montbonnet – Monistrol-d’Allier – Saugues
Languedoc-Roussillon (48) Lozère Saint-Alban-sur-Limagnole – Aumont-Aubrac – Nasbinals
 Midi-Pyrénées (12) Aveyron Aubrac – Saint-Chély – Saint-Côme – Espalion – Estaing – Golinhac – Sénergues – Conques –Noailhac – Decazeville – Livinhac
  (46) Lot Figeac – Béduer – Gréalou – Cajarc – Varaire – Espagnac-Sainte-Eulalie – Marcilhac-sur-Célé – Cahors
  (82) Tarn-et-Garonne Lauzerte – Moissac – Auvillar
  (32) Gers Lectoure – La Romieu – Condom – Kloster Flaran
Aquitaine (40) Landes Aire-sur-l’Adour – Miramont-Sensacq – Pimbo
(64) Pyrénées-Atlantiques Sauvelade – Navarrenx – Aroue-Ithorots-Olhaïby – Saint-Palais – Ostabat– Saint-Jean-Pied-de-Port

 

Via Gebennensis (350 km)

Trier-Metz-Cluny

 Chemin de Cluny (xxx km)

Die Via Gebennesis beginnt in Genf und ist der wichtigste Zubringerweg für Pilger aus der Schweiz und Österreich sowie der Pilger aus Süddeutschland. Wie die weiterführende Via Podiensis ist auch der Weg von Genf nach Le Puy identisch mit dem Fernwanderweg GR 65.

 

 

 

Der Chemin de Cluny ist ein wichtiger Zubringerweg für die Pilger die von Strasbourg, Toul oder Basel über Dijon nach Le Puy auf die Via Podiensis gehen wollen.

Chemin de Lyon (xxx km) 

Eine Variante ist der Chemin de Lyon, der von Genf über Lyon nach Le Puy führt.

Via Turonensis (xxx km)

Die Via Turonensis ist der nördlichste Jakobsweg durch Frankreich. Seinen Namen hat er, da er durch die Stadt Tours verläuft. Nach Aussage des Pilgerführers im Liber Sancti Jacobi aus der Mitte des 12. Jahrhunderts beginnt die Via Turonensis in Orléans, heute wird jedoch Paris als Startpunkt angesehen. Von Tours führt der Weg über Poitiers, Saintes und Bordeaux nach Saint-Jean-Pied-de-Port in den Pyrenäen. Entspricht weitgehend GR655. Es gibt verschiedene Varianten. Dieser Weg wird auch von Pilgern aus Großbritannien und den Benelux-Ländern benutzt.

Der Sammelpunkt für den Pilgerweg ist in Paris im Quartier du Châtelet, am Turm Saint-Jacques. Die Via Turonensis führt dann zurPfarrkirche Saint-Jacques-du-Haut-Pas, wo früher die Stadt verlassen wurde.

Es gibt eine Variante über Chartres statt via Orléans.

Region Department Commune
 Île-de-France (75) Paris Paris
  (91) Essonne Longpont-sur-Orge – Étréchy – Étampes – Angerville
Centre (28) Eure-et-Loir Toury
  (45) Loiret Artenay – Orléans – Cléry-Saint-André
  (41) Loir-et-Cher Saint-Laurent-Nouan – Saint-Dyé-sur-Loire – Blois – Chaumont-sur-Loire
  (37) Indre-et-Loire: Amboise – Tours – Montbazon – Sainte-Maure-de-Touraine
Poitou-Charentes (86) Vienne Châtellerault – Poitiers
(79) Deux-Sèvres Parthenay – Lusignan – Chenay – Celles-sur-Belle – Melle
  (17) Charente-Maritime Aulnay – Saint-Jean-d’Angély – Saintes – Saint-Léger – Pons – Plassac – Mirambeau
Aquitaine (33) Gironde Blaye – Bordeaux – Gradignan – Canéjan – Cestas – Le Barp – Belin-Béliet
  (40) Landes Saint-Paul-lès-Dax – Dax
  (64) Pyrénées-Atlantiques Ostabat - Saint-Jean-Pied-de-Port

 

Route de Mont-Saint-Michel (245 km)

Dieser Weg ist auch unter dem Namen Voie des Plantagenets bekannt. Er führt vom Mont-Saint-Michel über Angers (oder Varieante über Nantes) nach Aulnay kurz vor Saintes, wo er auf die Via Turonensis trifft. Entweder man folgt jetzt dem Weg nach SJPP oder biegt Richtung Atlantik ab und überbquert bei Royan die Mündung der Gironde und nimmt dann die Voie de Soulac nach Irun, wo der Camino de la Costa beginnt.

Mont-Saint-Michel ist selbst ein herausragendes Pilgerziel, das seit langer Zeit von vielen Pilgern besucht wird.

Wird auch von Pilgern aus GB benutzt.

Voie de Soulac (375 km)

Die Voie de Soulac , auch als Voie de Littoral oder Voie des Anglais bezeichnet, beginnt in Soulac am südlichen Ufer der Gironde. Hier versammelten sich Pilger, die von der Via Turonensis abgebogen waren oder auf anderen Wegen aus dem Norden (Normandie oder Bretagne) gekommen waren. Er führt vorbei an Bordeaux und Arcachon entlang der Côte d'Argent nach Bayonne. Hier kann man auf den Camino Baztanés nach Pamplona abbiegen, über Voie de la Nive nach Saint-Jean-Pied-de-Port kommen oder weiter nach Hendaye / Irun gehen. Hier kann man dann entweder dem Camino de la Costa oder dem Camino Vasco folgen, der dann in Santo Domingo de la Calzada oder Burgos auf den Camino Francés trifft.

http://www.xacobeo.fr/ZE1.11.Aqu.Lit.htm  |  http://www.csj.org.uk/route-voielittorale.htm 

Via Lemovicensis (xxx km)

Via Lemovicensis ist der lateinische Name einer der vier Jakobswege in Frankreich. Sie verläuft über Limoges, daher der Name - der Versammlungs- und Startort ist jedoch Vézelay mit seiner Abtei de la Madeleine. Über Perigueux erreicht der Weg dann Saint-Jean-Pied-de-Port in den Pyrenäen. Entspricht weitgehend GR654.

Variante via Nevers statt via Bourges.

Wichtiger Zubringerweg von Trier nach Vezelay.

Region Department Commune
Bourgogne (89) Yonne Vézelay
  (58 )Nièvre La Charité-sur-Loire   |   Lormes – Nevers – Saint-Pierre-le-Moûtier Allier Lurcy-Lévis
Centre (18) Cher Bourges – Chârost   |   Saint-Amand-Montrond – Bruère-Allichamps – Meillant – Le Châtelet – Châteaumeillant
  (36) Indre Issoudun – Déols – Châteauroux – Velles – Argenton-sur-Creuse   |   La Châtre – Neuvy-Saint-Sépulchre – 
Cluis – Éguzon-Chantôme - Gargilesse-Dampierre – Cuzion – Éguzon-Chantôme
Limousin (23) Creuse La Souterraine – Arrènes
  (87) Haute-Vienne Saint-Léonard-de-Noblat – Feytiat – Limoges – Mérignac – Aixe-sur-Vienne – Châlus
Aquitaine (24) Dordogne La Coquille - Chalais – Thiviers – Saint-Jean-de-Côle – Brantôme – Périgueux – Le Buisson-de-Cadouin – Bergerac
  (47) Lot-et-Garonne Duras
  (33) Gironde Sainte-Foy-la-Grande – Pellegrue – Monségur – La Réole –Auros – Bazas – Captieux
  (40) Landes Roquefort – Bougue – Mont-de-Marsan – Benquet – Hagetmau 
  (64) Pyrénées-Atlantiques Ostabat - Saint-Jean-Pied-de-Port

Trier - Metz - Vezelay (530 km)

 

 

Via Tolosana (xxx km)

Via Tolosana ist der lateinische Name des südlichsten der vier Jakobswege in Frankreich. Er berührt Toulouse, hat aber seinen Sammelpunkt und Beginn in Arles. und wird von daher auch Via Arletanensis genannt. Manche Pilger erreichten Arles aber auch von Genf und anderen nördlichen Ausgangspunkten her durch das Rhonetal.

Er überquert die Pyrenäen über den Col du Somport. Auf spanischer Seite heißt er Camino aragonés bis nach Puente la Reina, wo er auf den Camino navarro trifft, die  Fortsetzung der drei übrigen französischen Jakobswege. Ab hier heißt der Weg dann Camino francés.

Es gibt keinen eindeutigen historischen Jakobsweg, lediglich häufiger oder seltener gewählte Strecken. Die nachstehend beschriebene Hauptstrecke entspricht dem aktuell begangenen Weg, der als GR 653 gut markiert ist und entlang dem vielfältige Unterkunfts- und Verpflegungsmöglicheiten angeboten werden.

Region Department Commune
Provence-Alpes-Côte d’Azur (13) Bouches-du-Rhône Arles
Languedoc-Roussillon (30) Gard Saint-Gilles-du-Gard – Vauvert
  (34) Hérault Lunel – Montpellier – Aniane – Saint-Guilhem – Lodève – Lunas – Saint-Gervais-sur-Mare – Bédarieux – Le Poujol –Olargues
 Midi-Pyrénées (81) Tarn Murat-sur-Vèbre – Castres –Sorèze
  (31) Haute-Garonne Revel – Saint-Félix-Lauragais – Montferrand (Département Aude) – Villefranche-de-Lauragais – Labège – Toulouse
  (32) Gers L'Isle-Jourdain – Gimont – Aubiet – Auch – Barran – Marciac
  (65) Hautes-Pyrénées Maubourguet
Aquitaine (64) Pyrénées-Atlantiques Morlaàs – Lescar – Oloron-Sainte-Marie – Col du Somport

 

Chemin du Piémont Pyrénéen (520 km)

Diese wenig begangene Alternative wird auch Chemin de Carcassone genannt. Er beginnt in Narbonne am Mittelmeer und führt dann über Carcassone und Lourdes ins französische Baskenland, wo man dann entweder auf dem Camino aragones oder dem Camino navarro weiter zum Hauptweg, dem Camino frances gehen kann. Lourdes

Jakobswege aus Italien

In Arles treffen zwei von Italien kommende Jakobsweg auf die Via Tolosana. Von Italien her kamen die Pilger entweder entlang der Riviera und der Côte d'Azur (Via Aurelia) oder über den Col de Montgenèvre, über Briançon und das Durance-Tal (Via Domitia) nach Arles.

Via Domitia

Via Aurelia

Die Via Domitia (GR653D) ist ein wichtiger historischer Pilgerweg, um Pilger aus Norditalien (Piemont / Lombardei / Emilia / Venetien), Slowenien und Kroatien auf dem Weg nach Santiago de Compostela nach Arles zur Via Tolosana zubringen. Von Turin führt der Weg durch das Susatal zum Alpenübergang Col de Montgenèvre (1854 m Höhe) und von dort weiter über Briançon (Alpe de Haute-Provence) nach Gap, von wo man Richtung Le Puy abzweigen könnte. Über die Via Domitia erreicht man über Sisteron und Cavaillon Arles

Kurz von Sisteron kommt eine Nebenstrecke hinzu, die vom italienischen Cuneo über den Col de Larche verläuft.

Karten und Etappenplan finden Sie auf www.jakobsweg.ch.

Im Jahre 2012 eröffnete man den französische Pilgerweg Chemin de Saint-Jacques-de-Compostelle et de Rome (GR653A) der auf der alten Römerstraße Via Aurelia verläuft und Arles über Aix-en-Provence und die Côte d’Azur mit Menton an der französisch-italienischen-Grenze verbindet, wo er auf den italienischen Weg Via della Costa trifft.

Karten und Etappenplan finden Sie auf jakobsweg.ch.

Von Rom nach Santiago (Via Francigena und Via della Costa)

Von Rom aus folgen die Pilger zunächst der Via Francigena und dann ab Sarzana (La Spezia) weiter auf der Via della Costa. über Genua und Sanremo bis nach Menton. Von hier aus gelangt man auf der oben beschriebenen Via Aurelia nach Arles, wo die Via Tolosana beginnt, die nach Überquerung der Pyrenäen schließlich in den Camino Francés mündet.